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Nepal – Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit

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Schwerpunktland Nepal: Entwicklungszusammenarbeit, die langfristig hilft

Seit 2024 ist Nepal offizielles Schwerpunktland des Entwicklungshilfeklubs. Gemeinsam mit Oxfam in Nepal setzen wir auf nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, die strukturelle Ursachen von Armut bekämpft und langfristige Perspektiven schafft.

Der intensive Austausch mit unseren Partnerorganisationen – unter anderem durch Projektbesuche vor Ort – ermöglicht es uns, Projekte gezielt, wirksam und nachhaltig umzusetzen.

2025 besuchte uns Projektleiter Anjil Adhikari in Wien, um über Fortschritte in den Bereichen Wasser, Hygiene (WASH) und klimaresiliente Entwicklung zu berichten.

Eine Gruppe von Frauen aus Nepal hält lächelnd ihr Getreide in Händen.

Unsere Partnerschaft bringt Planungssicherheit, Transparenz und strategische Abstimmung – zentrale Elemente moderner, nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit in Nepal.

Warum Nepal? Herausforderungen und Potenziale

Nepal – oft als „Land zwischen Himmel und Erde“ bezeichnet – ist geprägt von extremen geografischen Gegensätzen. Zwischen dem tiefsten und höchsten Punkt des Landes liegen rund 8.800 Höhenmeter. Über 80 Prozent der Fläche bestehen aus Hügel- und Bergregionen.

Pagode in Kathmandu, Nepal

Diese topografischen Bedingungen erschweren:

  • Zugang zu Bildung
  • medizinische Versorgung
  • Infrastrukturentwicklung
  • wirtschaftliche Chancen

Viele Dörfer sind nur zu Fuß erreichbar. Gleichzeitig zählt Nepal zu den Ländern, die besonders stark vom Klimawandel betroffen sind.

Das verheerende Erdbeben 2015 zerstörte hunderttausende Häuser – der Wiederaufbau dauert bis heute an. Naturkatastrophen, fragile Infrastruktur und soziale Ungleichheit machen nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit in Nepal besonders wichtig.

Armut und soziale Ungleichheit in Nepal

Trotz wirtschaftlicher Fortschritte lebt ein erheblicher Teil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Besonders betroffen sind:

  • Frauen
  • ethnische Minderheiten
  • Menschen in abgelegenen Bergregionen
  • kleinbäuerliche Familien

Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit bedeutet hier mehr als kurzfristige Hilfe: Sie stärkt lokale Strukturen, fördert Gleichberechtigung und verbessert langfristig Lebensbedingungen.

Eine Frau steht in Nepal vor ihrem Haus aus Holzbrettern mit Wellblechdach.

Unsere Handlungsfelder in Nepal

Gemeinsam mit Oxfam in Nepal konzentrieren wir uns auf zentrale Bereiche nachhaltiger Entwicklung:

  1. Klimaresilienz und wirtschaftliche Gerechtigkeit
  2. Wasserwirtschaft und WASH-Innovation
  3. Humanitäres Krisenmanagement
  4. Bekämpfung sozialer Ungleichheit und Machtungleichgewichte

Unser Ansatz folgt dem Prinzip: Hilfe zur Selbsthilfe statt kurzfristiger Abhängigkeit.

In der Septemberausgabe unseres Magazins „Unser Projekt“ stellte Tripti Rai, Länderdirketorin von Oxfam in Nepal, die Länderstrategie für den Zeitraum 2025 – 2027 vor und erklärte welche Ziele und Strategien Oxfam in Nepal für die nächsten Jahre verfolgt.

Nachhaltige Projekte in Nepal

Zugang zu sauberem Trinkwasser (WASH Nepal)

Sauberes Trinkwasser rettet Leben – doch in vielen abgelegenen Regionen Nepals fehlt eine sichere Wasserversorgung.

Frauen und Mädchen tragen oft stundenlang Wasser über steile Hänge. Fehlende Infrastruktur führt zu:

  • Durchfallerkrankungen
  • Schulversäumnissen
  • hoher körperlicher Belastung

Mit unserem Projekt 407 „Wenn Wasser fließt“ verbessern wir im Distrikt Dhading nachhaltig die Trinkwasserversorgung direkt in den Dörfern.

Sauberes Wasser bedeutet:

  • weniger Krankheiten
  • höhere Schulbesuchsrate
  • mehr Zeit für Bildung und Erwerbsarbeit
  • bessere Lebensqualität
Diese Frauen und ihre Familien haben dank großzügiger Spenden nun langfristig Zugang zu sauberem Trinkwasser. Außerdem steht ihnen nun mehr Zeit für Bildung und eine einkommensschaffende zur Verfügung.

WASH-Projekte sind ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit in Nepal.

Im Rahmen einer privaten Reise hatten Brita Wilfling, Geschäftsführerin des Entwicklungshilfeklubs, Projektbetreuerin Anna Schmidt sowie Jörg Hofstätter und Karl Kaiblinger, zwei Unterstützer des Entwicklungshilfeklubs, im April 2025 die wertvolle Gelegenheit, die vom Entwicklungshilfeklub unterstützten Projekte näher kennenzulernen. Im Rahmen eines Teamabends teilten sie diese Eindrücke mit KollegInnen und Projekt-UnterstützerInnen in den Räumlichkeiten des Entwicklungshilfeklubs.

In diesem kurzen Video gibt Brita Wilfling Einblicke in die Arbeit vor Ort:

Bildung und Hygiene – Grundlage nachhaltiger Entwicklung

Viele Kinder besuchen die Schule nur unregelmäßig. Ein wesentlicher Grund sind mangelhafte Hygienebedingungen.

Ein Mädchen aus Nepal hat dank dem Projekt "Geschützt lernen dürfen" sauberes Trinkwasser an ihrer Schule

Mit unserem Projekt 402 „Geschützt lernen dürfen“ finanzieren wir:

  • Bau und Reparatur von Latrinen
  • Handwaschstationen
  • Hygieneschulungen

in den Distrikten Dhading, Sarlahi und Rautahat.

Bildung ist der Schlüssel für nachhaltige Entwicklung – besonders für Mädchen.

Klimawandel in Nepal: KleinbäuerInnen stärken

Nepal zählt zu den Ländern, die besonders unter den Folgen des Klimawandels leiden:

  • Dürren
  • Überschwemmungen
  • veränderte Monsunzyklen
  • Hangrutsche

Kleinbäuerliche Familien sind existenziell bedroht, wenn Ernten ausfallen.

Mit unserem Projekt 399 „Neue Wege gehen“ unterstützen wir im Distrikt Rautahat die Umstellung auf klimaresiliente Landwirtschaft durch Schulungen in:

  • biologischem Anbau
  • effizienter Bewässerung
  • Saatgutvielfalt
  • nachhaltigem Ressourcenmanagement
Frau in Nepal, die dank des Projekts "Neue Wege gehen" des Entwicklungshilfeklukbs ihr Gemüse bewässern kann.

Eine weitere große Herausforderung für KleinbäuerInnen ist der zunehmende Verlust natürlicher Wasserquellen aufgrund des Klimawandels. Flüsse, Quellen und Gemeinschaftsteiche, welche für viele Familien überlebenswichtig sind, trocknen zunehmend aus.

Damit lokale Gemeinschaften ihre natürlichen Wasserressourcen für kommende Generationen bewahren können, unterstützen wir mit unserem Projekt 414 „Die Quellen schützen“ nachhaltige Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung von Wasserquellen, z.B. Aufforstung oder das Anlegen von Wasserspeichern.

So stärken wir Ernährungssicherheit, Einkommensstabilität und den Schutz natürlicher Ressourcen– zentrale Ziele nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit.

Resilienz und Katastrophenvorsorge

Gemeinsam mit lokalen Gemeinden entwickelt Oxfam in Nepal:

  • Frühwarnsysteme
  • Schutzmaßnahmen gegen Überschwemmungen
  • Katastrophenvorsorgepläne

Resilienz bedeutet, Krisen nicht nur zu überstehen, sondern gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

Frauenförderung und Gleichberechtigung in Nepal

Frauen sind überproportional von Armut und Gewalt betroffen. Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit in Nepal muss daher geschlechtergerecht sein.

Eine Frau aus Nepal sitzt neben ihrer Nähmaschine, die sie dank des Projekt "Gemeinsam gegen Gewalt" erhalten hat.

Schutz vor Gewalt

Mit unserem Projekt 401 „Gemeinsam gegen Gewalt“ ermöglichen wir:

  • Rechtsberatung
  • Schutzmaßnahmen
  • Bewusstseinsbildung für Männer und Burschen

So wird Gleichberechtigung gestärkt und gesellschaftlicher Wandel angestoßen.

Einkommensprojekte für Frauen – Empowerment wirkt

Ein eigenes Einkommen ist oft der Schlüssel zur Unabhängigkeit.

Mit unseren Projekten 395 „Das Blatt wenden“ und 404 „Aus eigener Kraft“ unterstützen wir Frauen in ländlichen Regionen beim Aufbau nachhaltiger Einkommensquellen – etwa durch die Herstellung traditioneller Blatt-Teller oder durch Gruppenunternehmungen.

Lesen Sie in unserem Projektbericht 395 „Das Blatt wenden“, wie dank unseren SpenderInnen 564 Frauen in Nepal an einkommenschaffenden Maßnahmen teilnahmen.

Zudem ermöglichen wir mit unserem Projekt 413 „Ein sicheres Einkommen“ berufsbildende Kurse speziell für junge Frauen im Einzugsgebiet der Hauptstadt Kathmandu, zum Beispiel in den Bereichen Elektro- und Installationstechnik.

Eine Frau aus Nepal bedient eine Maschine um Blätter für traditionelle Blattteller zu pressen.

Wenn Frauen Einkommen erzielen:

  • investieren sie in Bildung
  • verbessern sie Ernährung
  • stärken sie ihre gesellschaftliche Position

Das zeigt: Frauenförderung in Nepal wirkt generationenübergreifend.

Wirkung nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit in Nepal

Unsere Projekte zeigen konkrete Ergebnisse:

Eine lächelnde Frau aus Nepal sitzt neben ihrem Getreide.

✔ Zugang zu sauberem Trinkwasser für ganze Dorfgemeinschaften
✔ Einkommenssteigerung für KleinbäuerInnen
✔ Mehr Schutz und Rechte für Frauen
✔ Verbesserte Bildungsbedingungen für Kinder
✔ Stärkere Resilienz gegenüber Klimarisiken

Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit in Nepal bedeutet, Strukturen zu verändern – nicht nur Symptome zu lindern.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Entwicklungshilfeklub ist ein Verein, der sich seit 1973 dafür einsetzt, Armut und Unterdrückung zu überwinden. Wir unterstützen Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika mit konkreten Projekten, um dieses Anliegen zu erreichen. Die Türen des Entwicklungshilfeklubs stehen dabei allen Interessierten offen. Ehrenamtliche Mitarbeit in allen Bereichen ist wesentlicher Bestandteil unserer Klub-Philosophie um eine lebenswerte Welt für alle Menschen zu schaffen.

50 Jahre Klubgeschichte – mehr als 80 Freiwillige – rund 60 aktuelle Projekte

Alle Spenden, die mit einer Widmung für ein Projekt eingehen, werden zur Gänze an das von der Spenderin bzw. dem Spender genannte Projekt weitergeleitet.

Das ist möglich durch viele tausend Stunden an unbezahlter Arbeit unserer ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, durch zusätzliche Förderbeiträge unserer SpenderInnen für die organisatorische Projektarbeit sowie durch Aktionskostenbeiträge unserer Partner-Organisationen.

Nepal ist besonders von Armut, Klimawandel und Naturkatastrophen betroffen. Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit kann hier strukturell viel bewirken.

Trinkwasser (WASH), Frauenförderung, klimaresiliente Landwirtschaft, Resilienz, Bildung und soziale Gerechtigkeit.

Projekte werden gemeinsam mit lokalen Partnern entwickelt, stärken Eigenständigkeit und schaffen langfristige Perspektiven.

Der Entwicklungshilfeklub ist seit dem Jahr 2003 Träger des Österreichischen Spendengütesiegels (Reg. Nr. 05280).

Das Österreichische Spendengütesiegel (OSGS) steht für Sicherheit und Transparenz beim Spenden. Es belegt, dass eine Spendenorganisation mit den ihr anvertrauten Geldern sorgfältig und verantwortungsvoll umgeht und stellt sicher, dass Spendengelder zweckbestimmt und wirtschaftlich eingesetzt werden. Als Spendengütesiegel-Organisation verpflichten wir uns freiwillig, die umfassenden Kriterien des OSGS zu erfüllen und damit höchsten Qualitätsansprüchen gerecht zu werden.

Die Möglichkeiten sind vielfältig: Spenden Sie für eines unserer Nepal-Projekte, starten Sie eine persönlichen Spendenaktionen zu Ihrem Geburtstag oder einem anderen schönen Anlass oder erzählen Sie anderen von unserer Arbeit.

Ja, die Spenden an den Entwicklungshilfeklub sind steuerlich absetzbar. Nur der Mitgliedsbeitrag ist nicht von der Steuer absetzbar.

Die Einmeldung beim Finanzamt muss durch die Organisation, die die Spende erhalten hat, erfolgen. Alle von Ihnen geleisteten Spenden werden seither vom Entwicklungshilfeklub an das Finanzministerium gemeldet. Um das tun zu können, benötigen wir den Namen, exakt wie diese auf Ihrem Meldezettel angegeben sind, sowie Geburtsdatum.

Zu Jahresbeginn erhalten alle SpenderInnen zur Information und Kontrolle eine Spendenbestätigung über alle im Vorjahr von Ihnen an den Entwicklungshilfeklub getätigten Spenden.

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Ihre Spende ist steuerlich absetzbar.
Registrierungsnummer: SO 1207

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