| Projekt: | 3466 |
| Wo: | Brasilien |
| Was: | Bildung Gesundheit |
Am Leben teilhaben dürfen
Unterricht für Menschen mit Behinderung

Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung werden im ländlichen Brasilien oft zu Hause versteckt, isoliert und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Sie werden nicht medizinisch untersucht und betroffene Kinder und Jugendliche gehen nicht in die Schule. So ausgegrenzt fristen sie ein trostloses Dasein ohne zu wissen, welche Potenziale in ihnen schlummern.
Im Therapiezentrum São Rafael werden Menschen mit Behinderung aus ihrer Isolation geholt. Mit therapeutischen Übungen und Unterricht in Lesen, Schreiben, Rechnen und Alltagsfähigkeiten werden sie liebevoll gefördert und stärken ihre Selbstständigkeit. Endlich bekommen sie einen Platz in der Gemeinschaft und können am Leben teilhaben.
- Wo
- Brasilien | Bundesstaat Piaui, Gemeinde São Miguel
- Wann
- Projektstart: Februar 2026
- Wieviel
- 3.000 Euro
für Unterricht und Medikamente für 10 Personen für 1 Jahr
Versteckt und isoliert
„Bis vor wenigen Jahren wurden Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung in der ländlichen Region um die Kleinstadt São Miguel tabuisiert. Betroffene wurden weggesperrt, nahmen nicht am öffentlichen Leben teil und Kinder gingen nicht zur Schule“,
erzählt Projektinitiatorin Reingard Lange. 2006 arbeitete sie als Freiwillige im Kinderbildungszentrum der Fundação Asas in São Miguel do Fidalgo im Nordosten Brasiliens. Beeindruckt vom Engagement der MitarbeiterInnen und den Erfolgen gründete sie nach ihrer Rückkehr den Verein Kinderhilfe Brasilien.

Langsame Veränderung
Menschen mit speziellen Bedürfnissen werden im ländlichen Brasilien oft ausgeschlossen. Fehlende medizinische Untersuchungen verhindern, dass ihr Potenzial erkannt und gefördert wird. Erst 2011, mit der Gründung des Therapiezentrums São Rafael durch die Fundação Asas, begann ein Umdenken. Zögerlich vertrauten Familien dem Zentrum ihre Kinder an. Mittlerweile sehen sie die positive Veränderung, die die Betreuung im Therapiezentrum auf ihre Kinder hat, und sind vom Erfolg des Projekts überzeugt.
Über sich hinauswachsen
Heute besuchen rund 20 Kinder und Jugendliche mit geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen zwei- bis dreimal wöchentlich das Zentrum. Durch Therapie und Fürsorge gewinnen sie Selbstvertrauen, entwickeln Fähigkeiten und lernen, Alltagsaufgaben selbstständig zu bewältigen. Physiotherapie und Logopädie fördern Bewegungsabläufe und Sprache. Lesen, Schreiben und Rechnen werden ebenso geübt wie Basteln, Tanz und Theater, die bei Festen aufgeführt werden. Die Fortschritte sind beeindruckend. Nicht nur im Alltag, auch gesellschaftlich verändert sich vieles für die Kinder und Jugendlichen. Das Zentrum ist einzigartig in der Region und trägt wesentlich zu einer neuen Wahrnehmung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen bei. Sie bekommen schrittweise den Platz in der Gemeinschaft, der ihnen zusteht.
Unser Beitrag
Um die bewährte Arbeit des Therapiezentrums weiterhin zu ermöglichen, wurde der Entwicklungshilfeklub um einen Zuschuss von 3.000 Euro zu den Kosten für Unterricht und Medikamente gebeten. Damit erhalten zehn im Zentrum betreute Kinder und Jugendliche mit Behinderung ein Jahr lang regelmäßig Unterricht in Lesen, Schreiben, Rechnen und Alltagsfähigkeiten. Von den PädagogInnen des Zentrums werden sie liebevoll betreut und gefördert und lernen so möglichst selbstständig zu leben.
Partner
Kinderhilfe Brasilien
(Projektträger)
Fundação Asas
(Projektleitung vor Ort)
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Am Leben teilhaben dürfen
Projekt 3466 | Bildung Gesundheit
Unterricht für Menschen mit Behinderung
Brasilien | Bundesstaat Piaui, Gemeinde São Miguel
3.000 Eurofür Unterricht und Medikamente für 10 Personen für 1 Jahr
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