Den Frieden säen

Unterstützung von kleinbäuerlichen Familien

WO: Syrien
WAS: Ernährung Landwirtschaft 
Projekt: 335

Die Bewässerungsanlage zerstört, kein Treibstoff und keine Ersatzteile für die Pumpe, kein Saatgut und kein Dünger. Trotzdem bauen viele syrische Bauern immer noch Nahrungsmittel an - sehr viel weniger als früher, aber meistens genug, um nicht zu verhungern. Mitten im Krieg zeigt sich, dass die Landwirtschaft die wichtigste Lebensader ist: nicht nur für die Bauern, sondern auch für den Wiederaufbau des zerstörten Landes.
Kleinbäuerlichen Familien, vor allem jenen, in denen die Frauen allein für die Ernährung der Familie sorgen müssen, wird geholfen, mit Landwirtschaft von Lebensmittelhilfe weitgehend unabhängig zu werden. Die Familien bekommen Saatgut, Geräte und Unterstützung, um ihr Land bewirtschaften zu können. Alles was sie anbauen, soll auch ein Beitrag dazu sein, in ihrer Heimat DEN FRIEDEN zu SÄEN.

Wo
Syrien | Region Al Qalamoun bei Damaskus
Wann
Projektstart: Februar 2019
Wieviel
Mikro:  252 Euro

Je 2 Hausgarten-Sets (Saatgut, Geräte, Dünger) für 3 Familien

 

Anteilstein: 42 Euro

1 Hausgarten-Set (Saatgut, Geräte, Dünger)

Dann packst du zusammen …

„Du willst etwas von deinem Weizen verkaufen, aber du kannst ihn nicht bis zum Markt transportieren. Du hast keinen Diesel für die Bewässerungspumpe und schaust zu, wie die Pflanzen verdorren. Du gehst auf dein Feld und hast Angst, dass Bewaffnete auftauchen und dich mitnehmen wollen. Einige Nachbarfamilien haben alles zusammengepackt und sind verschwunden. Ich bleibe. Irgendwann wird es doch wieder Frieden geben.
Der Krieg in Syrien begann 2011 und ist noch nicht zu Ende. Aber zumindest wird nun bereits von einem ,Wiederaufbau‘ gesprochen. Das ist ein erstes Hoffnungszeichen, für den oben zitierten Bauern, wie auch für jene Familien, die in sicherer scheinenden Gebieten Syriens Zuflucht suchten oder in benachbarte Länder flüchteten – und die nichts anderes möchten, als wieder heimzukehren und ihr Land bestellen zu können.

Die syrischen Bauern

Etwa ein Drittel der Fläche Syriens ist landwirtschaftlich nutzbar. Den Bauern ist es immer gelungen, nicht nur sich selbst zu ernähren, sondern auch einen Teil der Stadtbewohner mit verschiedenen Getreidesorten, Gemüse, Zitrusfrüchten und Oliven zu versorgen. Und das trotz oft schwieriger Bedingungen.
Das für die Bewässerung benötigte Wasser muss aus dem Boden gepumpt oder in Bewässerungskanälen hergeleitet werden, wofür Pumpen, Generatoren, Treibstoff und Elektrizität benötigt werden. Auch Düngemittel sind nötig, um dem nährstoffarmen Boden eine Ernte abzuringen.

Nur mehr die Hälfte

Durch die Zerstörung der Bewässerungssysteme, den Mangel an Saatgut, Treibstoff und Ersatzteilen für landwirtschaftliche Geräte, das Fehlen an Absatzmöglichkeiten oder die Angst, Produkte durch unsichere Gebiete zu transportieren, ist die landwirtschaftliche Produktion um mehr als 50 Prozent gesunken. Ebenso ist der Viehbestand aufgrund fehlender Tränken und veterinärmedizinischer Betreuung um die Hälfte zurückgegangen.
Dass die Bauernfamilien, die in ihren Dörfern geblieben sind, unter den gegebenen Umständen immer noch halb so viel Nahrungsmittel wie vor dem Krieg produzieren können und damit ihre eigene Existenz und oft auch jene von in ihrer Gegend siedelnden Binnenflüchtlingen sichern, ist bemerkenswert. Aber inzwischen sind die letzten Ersparnisse und Reserven aufgebraucht, die noch funktionierenden Geräte sind endgültig kaputt, der letzte Brunnen ist ausgetrocknet.

Der erste Schritt

Internationale Hilfswerke wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, die FAO, bringen seit Jahren Saatgut, Dünger und veterinärmedizinische Produkte ins Land und versuchen, die Bauern zum Bleiben zu bewegen, denn:
„Es ist einfacher und billiger, die in Not geratenen Menschen mit den im Land produzierten Lebensmitteln zu ernähren, als Hilfslieferungen einzuführen,  zumal manche Gebiete nur schwer oder gar nicht erreicht werden können. Wir sind sicher, dass die Förderung der ländlichen Bevölkerung und die Ankurbelung der Landwirtschaft auch die Migration reduzieren wird. Eine funktionierende Landwirtschaft ist der erste Schritt, um das Land wieder aufzubauen.“

Sich selbst ernähren können

Das hier vorgestellte Entwicklungsprogramm wird von unserer Partner-Organisation Oxfam geleitet, die in Syrien bereits seit vielen Jahren gemeinsam mit lokalen Hilfsorganisationen tätig ist. Bereits seit 2013 hilft auch der Entwicklungshilfeklub mit diversen Projekten bei der Unterstützung syrischer Flüchtlingsfamilien in Jordanien, Libanon und in Syrien selbst.

Jetzt geht es um die Existenzsicherung von kleinbäuerlichen Familien mit Hilfe des syrischen Hilfswerks Ahl Al-Sham, das in den Bereichen Gemüseanbau, Kleintierzucht und landwirtschaftliche Ausbildung Erfahrung hat. Einsatzgebiet ist die Region Al Qalamoun, ein ländliches, flaches und trockenes Gebiet rund um die syrische Hauptstadt Damaskus. Zielgruppe sind 3.000 Familien, die ganz besonders unter dem Krieg und dessen Folgen leiden: In 50 Prozent der ausgewählten Familien sind die Frauen alleine für das Überleben ihrer Familie zuständig, weil die Männer gestorben sind oder gewaltsam von Terrorbanden oder der Armee rekrutiert wurden. In vielen Familien ist außerdem ein Mitglied körperlich behindert. Es sind sowohl Familien, die während der vergangenen Jahre Nahrungsmittel angebaut haben als auch Familien, die nun wieder landwirtschaftlich tätig sein möchten.

Maßnahmen

„Das Unkraut deines eigenen Feldes schmeckt besser als der Weizen aus der Fremde“, sagt ein altes syrisches Sprichwort. Heute drückt es die Sehnsucht von Bauernfamilien aus, ihre eigenen Felder bestellen zu können.
Mit unterschiedlichen Maßnahmen soll den Menschen geholfen werden, dieses Ziel zu erreichen:
–Reparatur von Brunnen und Bewässerungssystemen,
–Bereitstellung von solarbetriebenen Pumpen, um von Elektrizität und Treibstoffen unabhängig zu sein,
–Produktion von organischem Dünger und Errichtung von Saatgutbanken, um nicht auf teure Importe angewiesen zu sein,
–Wiederbelebung der Viehzucht durch die Bereitstellung von Tieren sowie tierärztliche Grundausbildung für Bauern,
Beratung und Ausbildung. Gemäß der Tradition und der Erfahrungen der Bauernfamilien sind zwei Ernten pro Jahr geplant, und zwar für Weizen, Gerste, Bohnen und Erbsen.

Unser Beitrag

Der Entwicklungshilfeklub hat zugesagt, 1.000 der oben beschriebenen besonders bedürftigen kleinbäuerlichen Familien mit Hausgarten-Sets zu unterstützen. Jedes Set beinhaltet Saatgut für Bohnen, Erbsen und verschiedenes Gemüse sowie einfache Gartengeräte, Dünger und Gießkannen. Damit können etwa jeweils 200 Quadratmeter große Felder angelegt und bewirtschaftet werden, um die Selbstversorgung der Familie zu ermöglichen. Jede Familie erhält im Laufe eines Jahres zwei Sets und soll danach durch die Eigenproduktion von Naturdünger und eine Saatgutbank im Dorf selbstständig sein. 1 Set hat den Wert von 42,– Euro (1 Anteilstein). 252,– Euro (1 Mikro) sichern die Selbstversorgung von 3 Familien mit je 2 Sets.

Tragen wir dazu bei, die Landwirtschaft zu einer Lebensader zu machen
und syrischen Bauernfamilien zu helfen,
mit ihrer Arbeit auch Den Frieden säen zu können.

Partner

Oxfam (Partner-Organisation des Klubs)
Ahl Al-Sham (Durchführung im Einsatzgebiet)
Tamman Sbeih, Zoya Kaghadou (Projektkoordinierung)

Projekt 335 - Beschreibung (pdf)
Projekt 335 - Fotoserie (pdf)

Fotos: Oxfam

Projektspende
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Alternativ können Sie dieses Projekt auch mit unseren Weihnachtsbillets unterstützen.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 10,- Euro wird einem Flüchtling die Möglichkeit gegeben, zur Ernährung der Familie beizutragen.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 20,- Euro wird zwei Flüchtlingen die Möglichkeit gegeben, zur Ernährung der Familie beizutragen.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 30,- Euro wird drei Flüchtlingen die Möglichkeit gegeben, zur Ernährung der Familie beizutragen.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 50,- Euro wird einer Familie die Möglichkeit gegeben, ihre Ernährung selbst zu sichern.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 100,- Euro wird zwei Familien die Möglichkeit gegeben, ihre Ernährung selbst zu sichern.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet wird ... Flüchtlingen die Möglichkeit gegeben, zur Ernährung der Familie beizutragen. (Hier können Sie den Betrag frei wählen.)

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