Den Wald schützen

Herstellung von umweltfreundlichem Brennstoff

WO: Tansania
WAS: Einkommen Landwirtschaft 
Projekt: 3200

Massive Abholzung und Brandrodung dezimieren Tansanias Waldflächen jährlich um mehrere hundert Hektar. Abgeholzt wird hauptsächlich für die Produktion von Holzkohle, mit der der Großteil der Bevölkerung kocht und heizt. Die Auswirkung auf Mensch und Umwelt ist verheerend.
Eine Alternative, mit der die noch verbliebenen Wälder nicht zerstört werden, ist dringend nötig: Mit Schulungen zur Herstellung von umweltfreundlichen Briketts, die aus landwirtschaftlichen Abfällen gewonnen werden, kann gleichzeitig der Wald geschützt und der tägliche Energiebedarf der Familien gedeckt werden.

Wo
Tansania | Morogoro
Wann
Projektstart: September 2019
Wieviel
Super-Mikro:  3292 Euro

für Schulungskosten, Anschaffung der Maschinen und Bau des Unterstellplatzes samt Lagerraum
Gesamtprojekt: 6.584,- Euro in 2 Teilprojekten zu je 3.292,- Euro
 

Abholzung der Wälder
„Aus Holz wird 90% des Energiebedarfs Tansanias gewonnen. Die Auswirkung auf die Wälder ist katastrophal. Insbesondere Holzkohle, die bei Herstellung und Gebrauch stark Rauch und Ruß entwickelt, stellt für Umwelt und Mensch ein Risiko dar. Wir brauchen dringend eine umweltverträgliche Alternative, die für die Menschen sowohl kostengünstig als auch leicht verfügbar ist“, schreibt Elizabeth Girangai, die Projektleiterin unserer langjährigen Partner-Organisation Sustainable Agriculture Tanzania (SAT). Jährlich werden landesweit rund 400.000 Hektar Wald durch Abholzung vernichtet. Ein Großteil des Holzes endet qualmend unter Erdhügeln, um Holzkohle herzustellen, die fast alle Haushalte zum Kochen und Heizen verwenden.

Es gibt eine Alternative
Dieses Projekt ist Teil eines großangelegten Aufforstungsprogrammes von SAT, bei dem jährlich ca. 10.000 Bäume, sowohl rund um die Felder der kleinbäuerlichen Familien, als auch auf dem eigenen Schulungsgelände, gepflanzt werden. Die dabei entstehenden landwirtschaftlichen Abfälle sollen in Folge zur Produktion umweltfreundlicher Briketts verwendet werden. Im Vergleich zu herkömmlicher Holzkohle werden Briketts maschinell gepresst, haben dadurch eine längere Brenndauer, entwickeln kaum Rauch und sind umweltschonender. Abfall- und Reststoffe aus der Landwirtschaft wie Samenschalen, Äste, Gehölz, Sägespäne und vieles mehr, können so in etwas Wertvolles verwandelt werden. Ein positiver Kreislauf entsteht, und eine umweltfreundliche Alternative wird in Gang gesetzt.

Wissen verbreiten
Insgesamt sollen zehn SAT-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen einwöchigen Intensivkurs rund um die Produktion der Briketts erhalten, um anschließend das Wissen an 30 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weitergeben zu können. Der Kurs beinhaltet einen theoretischen Teil, bei dem Themen wie Umweltverträglichkeit, Unterschied zwischen Holzkohle und Briketts sowie Strategien zum Verkauf und der Vermarktung besprochen werden. Der umfassende praktische Block befasst sich mit dem Herstellungsvorgang der Briketts, dem Rohmaterial und der ausführlichen Einschulung in die Maschinen zur Zerkleinerung des Rohmaterials und zur Pressung der Briketts.
Die hergestellten Briketts werden einerseits für den Energiebedarf des Schulungszentrums verwendet und andererseits im hauseigenen Bio-Laden verkauft. Kleinbäuerliche Familien haben zudem die Möglichkeit, ihre landwirtschaftlichen Holzabfälle direkt an das Schulungszentrum zu verkaufen und können damit ein zusätzliches Einkommen erzielen. Da SAT zu einer renommierten Organisation im ökologischen Landbau zählt, besucht eine Vielzahl interessierter Menschen (jährlich rund 700 Personen) regelmäßig das Schulungszentrum. Die Besucherinnen und Besucher sollen ebenfalls einen Einblick in den Herstellungsvorgang der Briketts erhalten, damit das Wissen rund um den umweltfreundlichen Brennstoff verbreitet werden kann. SAT steht zudem auch Bauernkooperativen mit Rat und Tat zur Seite, wenn sich diese für die gemeinsame Produktion von Briketts zusammenschließen.

Unser Beitrag
Mit insgesamt 6.584,- Euro sind die Kosten der Schulung für 10 SAT-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Kurskosten für 30 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die Anschaffung der Maschinen samt Bau eines Unterstellplatzes und Lagerraums gedeckt.

Partner:
SAT - Sustainable Agriculture Tanzania (Projektträger)
Elizabeth Girangai (Projektleiterin)

Projekt 3200 - Beschreibung (pdf)

Projektspende
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