Der Erde verbunden

Neubelebung der Landwirtschaft durch Jugendliche

WO: Kongo, Demokratische Republik
WAS: Einkommen Landwirtschaft 
Projekt: 326

Extreme Armut und brachliegende Felder stehen in argem Widerspruch zu einem von Natur und Klima gesegneten Gebiet: Armeen, Rebellen- und Milizgruppen haben die Provinz Süd-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo zerstört. 80 Prozent der Bevölkerung sind kleinbäuerliche Familien, aber die Jugendlichen glauben nicht mehr, dass sie von der Arbeit auf dem Feld leben und überleben können.
Jugendliche, die sowohl Schulbildung als auch den Mut haben weiterzulernen, sollen den Weg in eine neue landwirtschaftliche Zukunft finden. Sie erhalten in ihren Dörfern Schulungen und lernen neben neuen landwirtschaftlichen Methoden auch ihre Produkte gemeinsam und gewinnbringend zu vermarkten. DER ERDE VERBUNDEN, sollen sie das Land ihrer Vorfahren wieder zum Blühen bringen.

Wo
Kongo, Demokratische Republik | Provinz Süd-Kivu
Wann
Projektstart: April 2018
Wieviel
Mikro:  120 Euro

Landwirtschaftliche Schulungen, Anschaffung von Geräten sowie Starthilfe für 1 Jugendlichen für 1 Jahr

Anteilstein: 30 Euro

für 1 Jugendlichen für 3 Monate 

Geblieben ist uns nichts

„Die Armee hat unsere Tiere mitgenommen, Rebellengruppen haben unsere Vorräte geplündert, und auch die hungrigen Milizen aus den Nachbarländern fielen über uns her. Den Familien, die nicht umkamen oder flüchteten, ist nichts mehr geblieben“, erzählt ein alter Bauer die Geschichte der letzten Jahrzehnte seiner Heimatregion.

Im Chaos versunken

Die Provinz Süd-Kivu liegt im Osten der Demokratischen Republik Kongo, im Gebiet der großen Seen an den Grenzen zu Ruanda und Burundi. Sie zählt fast sechs Millionen EinwohnerInnen, von denen 80 Prozent ausschließlich vom Ertrag ihrer Felder leben. Zwei Drittel von ihnen werden jedoch aufgrund fehlender landwirtschaftlicher Geräte und Werkzeuge sowie veralteter Methoden längst nicht mehr satt.
Die Menschen der Provinz litten seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts ständig unter bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Die Kämpfe zwischen Armee und Milizverbänden haben die Provinz größtenteils zerstört.
Auch nach dem letzten unterzeichneten Friedensabkommen im Jahr 2013 leiden die Menschen noch immer, denn niemand repariert die zerstörten Straßen, Brücken oder Brunnen. Die Familien in den Dörfern verfügen nicht über die notwendigen Mittel dafür. Vielen fehlen auch die Motivation und der Mut, immer wieder neu zu beginnen, angesichts der bangen Frage, ob jetzt wirklich Ruhe herrscht …
Der oben zitierte Bauer fügt seinem Bericht hinzu: „Auf den Feldern arbeiten meist nur die Alten. Die jungen Leute wollen von Landwirtschaft nichts wissen. Bauer sein ist für sie kein Beruf, keine Möglichkeit, davon zu leben. Wer also wird in Zukunft die Felder bestellen?“

Trotz allem

Die Provinz Süd-Kivu war einst eine Kornkammer für andere Regionen des Landes, denn sie ist von der Natur gesegnet: gute Böden, ausreichend Regen, ideales Klima. Warum sollte es also nicht gelingen, trotz allem hier nicht nur zu überleben, sondern auch in Würde leben zu können?
Es ist dies eine Frage von Menschen, welche die Hoffnung nicht verloren haben und die versuchen, vor allem der Jugend Vertrauen, Motivation und Mut zu vermitteln, um die Hoffnungslosigkeit zu überwinden und ihr Schicksal in die Hand zu nehmen.

Neue Ziele

Aus diesem Geist heraus handelt auch unser Projektpartner vor Ort. Projektleiterin Heureuse Degembya beschreibt das Ziel des Vorhabens folgendermaßen: „Derzeit werden die Felder nach den alten traditionellen Methoden mit meist archaischen Werkzeugen bestellt, was höchstens ausreicht, um das zu ernten, was man selbst zum Essen braucht, aber nicht mehr. Wir möchten Jugendliche zu Jungbauern heranbilden, die nicht nur neuere und modernere Methoden anwenden, sondern welche die Früchte der Felder auch selbst verarbeiten und ihre Produkte bestmöglich vermarkten. So betreiben sie eine Landwirtschaft, die nicht nur ihre Kochtöpfe und Mägen füllt, sondern ihnen auch die Mittel beschert, mit denen sie all das finanzieren können, was sie für sich und später für ihre Kinder zum Leben brauchen.“

Neue Ziele

Unser Projektpartner in Süd-Kivu ist das Comité Anti-Bwaki (CAB). Ursprünglich als Hilfswerk für von Fehl- und Unterernährung betroffene Kinder gegründet, hat sich CAB im Laufe der Jahre weitere Ziele gesetzt: Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion, Sicherung der Ernährung der Bevölkerung, Wasserversorgung, Aufforstung und vieles mehr. Das hier vorgestellte Projekt soll in den kommenden Jahren in Zusammenarbeit mit unserer Partner-Organisation Entraide et Fraternité verwirklicht werden.

Jetzt gehört die Zukunft euch

Die Jugendlichen, die durch das Projekt ausgebildet werden, sollen mindestens 18 Jahre alt sein und eine abgeschlossene Schulbildung haben, um das bei den Kursen Vermittelte verstehen und umsetzen zu können. Außerdem sollen sie über ein Stück Land verfügen, das sie eigenständig bestellen können. Ursprünglich war geplant, zumindest gleich viele weibliche und männliche Jugendliche aufzunehmen, aber es stellte sich heraus, dass zwei von drei, die sich bewerben, junge Frauen sind.

Und das erwartet sie

Schulung und Betreuung: Dreimal pro Jahr nehmen die Jugendlichen in der Provinzhauptstadt Bukavu an mehrtägigen landwirtschaftlichen Kursen teil. In der Folge werden sie jede Woche von den MitarbeiterInnen des Projekts in ihren Dörfern besucht und beraten.
Produkte und Vermarktung: Die Jugendlichen lernen Milchprodukte, Marmelade, Säfte, Honig und Holzartikel herzustellen. Zur Vermarktung wird der Kontakt zu Hotels, Firmen, Bildungseinrichtungen und Spitälern in Bukavu aufgebaut, um so die wirtschaftliche Basis der jungen LandwirtInnen zu sichern.
Starthilfe: Die Jugendlichen bekommen für die Arbeit auf dem Feld das notwendige Material: Hauen, Gießkannen, Rechen, Macheten, Saatgut oder auch Tiere für den Aufbau einer Viehzucht.
Demonstrationsfarmen: Diese werden in der Umgebung der Dörfer errichtet und mit größeren Maschinen und Geräten wie zum Beispiel Mühlen und Fruchtpressen ausgestattet. Diese stehen den Jugendlichen für die Verarbeitung ihrer Produkte zur Verfügung.
Zusammenarbeit: Jeweils etwa 20 Jugendliche schließen sich zu einer Kooperative zusammen, in der sie gemeinsam arbeiten, sich ergänzen, gegenseitig helfen und ihre Erfahrungen und Kenntnisse austauschen.

Unser Beitrag

Der Entwicklungshilfeklub möchte 150 Jugendlichen helfen, in ihren Heimatdörfern als junge LandwirtInnen Fuß zu fassen. In der Folge tragen sie dazu bei, Landwirtschaft auch für andere Jugendliche attraktiv zu machen. Für einen Jugendlichen werden 120,– Euro (1 Mikro) für ein Jahr benötigt:
25,– Euro für Schulungen und Betreuungsarbeit,
65,– Euro für Geräte (Pressen, Mühlen …) zur gemeinsamen Nutzung,
30,– Euro als individuelle Starthilfe je nach Bedarf: Werkzeuge, Saatgut, Tiere …
Die Unterstützung für die Jugendlichen ist für drei Jahre vorgesehen.

Helfen wir jungen Frauen und Männern
Der Erde verbunden zu bleiben und das Land ihrer Vorfahren
wieder zum Blühen zu bringen.

Partner

Entraide et Fraternité (Partner-Organisation des Klubs)
Comité Anti-Bwaki (CAB) (Durchführung im Einsatzgebiet)
Heureuse Degembya, Charles Said (Projektkoordinierung)

Projekt 326 - Beschreibung (pdf)
Projekt 326 - Fotoserie (pdf)

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Weihnachtsbillet

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