Die Gewalt überwinden

Schutz für Frauen und Kinder vor Gewalt und Missbrauch

WO: Indien
WAS: Rechte 
Projekt: 354

Die Situation von Frauen und Kindern ist im Bundesstaat West Bengal besonders schlimm.
Traditionelle patriarchale Vorstellungen und kriminelle Machenschaften führen zu alltäglichen Verbrechen:
häusliche Gewalt, Kinderheirat, Menschenhandel, Zwangsprostitution, Organhandel ...
Die Opfer kennen ihre Rechte nicht und können sich allzu oft nicht wehren.

Das soll sich für die BewohnerInnen von 35 Dörfern im Distrikt South 24 Parganas ändern. Frauen, Männer und Kinder gemeinsam leiten die Veränderungen ein:
Bildung von dörflichen Sicherheitskomitees, Informationsvermittlung zu Rechten und Gefahren, Hausbesuche bei häuslicher Gewalt, Bildung von Frauengruppen ...
Alte und neue Formen der Gewalt sollen so Schritt für Schritt so weit wie möglich überwunden werden.

Wo
Indien | 35 Dörfer im Distrikt South 24 Parganas in West Bengal
Wann
Projektstart: April 2021
Wieviel
Mikro:  130 Euro

Informationsarbeit und Unterstützung für zehn Familien für drei Jahre 

Anteilstein: 13 Euro

Informationsarbeit und Unterstützung für eine Familie für drei Jahre

Unbeschreibliches Elend

„Der Bundesstaat West Bengalen hält einen traurigen Rekord: Jeder fünfte Fall von häuslicher Gewalt in Indien findet hier statt. Menschenhandel ist ein massives Problem, Kinderheirat alltäglich“, berichtet Projektleiter Fr. Kanji aus den Dörfern im Distrikt South 24 Parganas. Es sind Frauen und Kinder, die darunter leiden.

Frauen gelten aufgrund traditioneller patriarchaler Vorstellungen wenig, ihr Selbstbewusstsein wird ihnen genommen. Schon als Kinder wird ihre Gesundheit vernachlässigt und sie gelten als „unnütze Esser“. Oft werden sie bereits im Kindesalter verheiratet und müssen die Schule abbrechen.
Die bittere Armut vieler Taglöhner- und Kleinbauernfamilien führt zu Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Arbeitsvermittler versprechen den Familien, den Kindern und Jugendlichen Arbeit in der Stadt zu verschaffen. Aber es sind Menschenhändler darunter, welche sie in Zwangsheirat, Prostitution und Organhandel führen. Tausende junge Frauen, Mädchen und auch Buben werden zu Opfern gemacht, sie kennen ihre Rechte nicht und können sich kaum wehren. Ihr Elend ist oft unbeschreiblich.

Konkrete Schritte zur Veränderung

Das soll sich nun für die Frauen und Kinder in 35 Dörfern in South 24 Parganas ändern. Dabei beziehen die MitarbeiterInnen der lokalen Hilfsorganisation Palli Unnayan Samiti Baruipur die gesamte Dorfgemeinschaft, insbesondere auch die Männer, mit ein. Frauen und Männer
bilden in jedem Dorf ein Sicherheitskomitee, das gemeinsam mit fünf SozialarbeiterInnen die Projektmaßnahmen umsetzt, als Informationsdrehscheibe fungiert und Folgendes leistet:

  • Information: Alle Familien im Dorf werden u.a. über Frauen- und Kinderrechte, Menschenhandel, sexuellen Missbrauch sowie Kinderehen informiert.
  • Hausbesuche: Bei häuslicher Gewalt gehen die SozialarbeiterInnen in die Familien, beraten und suchen nach Lösungen.
  • Schulen: Alle Kinder, insbesondere die Mädchen, werden im Unterricht über konkrete Gefahren und ihre Rechte informiert.
  • Frauengruppen: Frauen teilen Erfahrungen, helfen einander, erlernen Einkommen schaffende Maßnahmen und entwickeln neues Selbstbewusstsein.

Mit Information und konkreten Maßnahmen können die Menschen selbst beginnen, gemeinsam das Ausmaß der Gewalt zu erkennen und sie zu überwinden.

Ein vielversprechender Ansatz

Es dauert seine Zeit, Jahrhunderte alte, traditionelle Vorstellungen zu ändern, aber eine Mitarbeiterin berichtet über erste Erfolge aus dem Vorprojekt:

„Die Erfahrungen des Vorprojekts zeigen, dass unser Ansatz vielversprechend ist. So sind zum Beispiel die Vorfälle häuslicher Gewalt deutlich zurückgegangen. Auch konnten die meisten Eltern überzeugt werden, die Mädchen weiter zur Schule zu schicken, anstatt sie zu verheiraten. Und auch die Mädchen selbst pochen auf ihr Recht, die Schule weiter besuchen zu können.“

Bitte helfen Sie mit, diese wichtige Arbeit für die Frauen und Kinder in 35 Dörfern zu unterstützen. Wir möchten dazu beitragen, dass alle Menschen Schritt für Schritt für ihre Rechte eintreten, gemeinsam Missbrauch beenden und Gewalt überwinden können.

Partner

Misereor (Partner-Organisation des Klubs)
Palli Unnayan Samiti Baruipur (Durchführung im Einsatzgebiet)
Fr. Parimal Kanji (Projektleitung)

Download Projekt 354 - Beschreibung (pdf)
Download Projekt 354 - Fotoserie (pdf)

Projektspende
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