Die Natur bewahren

Aufforstung in vier Andengemeinden

WO: Ecuador
WAS: Aufforstung 
Projekt: 3047

Die kleinbäuerlichen Familien in der hochgelegenen Andenregion Chimborazo müssen von dem leben, was die kargen Böden hergeben. Unkontrollierte Abholzung und mangelnde Aufforstung treiben die Bodenerosion immer weiter voran, sodass sich die Familien kaum mehr von den Erträgen der Felder ernähren können.
Deshalb sollen in vier Andengemeinden insgesamt 70.000 Setzlinge gepflanzt sowie rund 900 Kilogramm Grassamen gesät werden, um die Böden zu revitalisieren und vor Erosion zu schützen. Diese Maßnahmen tragen wesentlich zum Erhalt der Lebensgrundlage der Familien bei, damit sie auch in Zukunft von den Erträgen ihrer Felder leben können.

Wo
Ecuador | Provinz Chimborazo, vier Andendörfer
Wann
Projektstart: März 2017
Wieviel
Super-Mikro:  3.785 Euro

für 8.750 Setzlinge und 113 kg Samen für 25 Familien

Trockene, ausgelaugte Böden

„Ein großer Teil der Böden in der Provinz Chimborazo leidet sehr unter der fortschreitenden Erosion. Aufgrund zyklisch wiederkehrender Trockenperioden, der Übernutzung der Felder, Abholzung sowie chemischer Düngemittel schreitet die Wüstenbildung in alamierender Weise voran. Für die lokale Bevölkerung ist diese Entwicklung fatal, denn sie leben von den spärlichen Erträgen der Landwirtschaft. Die Ernteerträge fallen jedoch immer geringer aus und die Tiere der Familien finden kaum mehr Futter auf den Weiden”,
berichtet Luis Lopez, langjähriger Leiter der Aufforstungsprojekte unserer Partner-Organisation Centro de Estudios y Acción Social (CEAS). Seit den 1960ern setzen sich die engagierten MitarbeiterInnen von CEAS für die Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts im Andenhochland Ecuadors ein. Dazu ist ein umfangreiches Progamm nötig, das neben Projekten zur Wasserversorgung, Tierhaltung sowie Bewusstseinsbildung auch Aufforstungsmaßnahmen beinhaltet.

Ein beschwerliches Leben

In den vier Andengemeinden Rumipamba, Tepeyac Juan Diego, Tepeyac Alto und La Dolorosa leben auf 3.500 Metern Höhe insgesamt 200 kleinbäuerliche Familien. Jede Familie besitzt rund 2,8 Hektar Land, auf dem sie unterschiedliche Kartoffelsorten sowie Bohnen zur Eigenversorgung anbauen. Zusätzlich haben sie im Durchschnitt zwei Rinder, fünf Schafe und ein paar Kaninchen oder Meerschweinchen. Durch den Verkauf von Milch, Fleisch oder lebenden Tieren können sich die Familien ein kleines Zusatzeinkommen erwirtschaften, was jedoch kaum zum Überleben reicht.

Im Einklang mit der Natur

Die 200 kleinbäuerlichen Familien wissen, dass ihr Überleben maßgeblich vom Wohl der Pachamama, der Mutter Erde, abhängt. Gemeinsam wollen sie unter der fachlichen Anleitung von CEAS-MitarbeiterInnen weitreichende Aufforstungsmaßnahmen durchführen, um die Böden langfristig zu schützen. Insgesamt sollen 70.000 Bäumchen und Sträucher gepflanzt werden, die aus der Baumschule von CEAS stammen. 40.000 einheimische Setzlinge dienen dabei als Windschutzhecken für die Felder und als Erosionsschutz auf steilen Berghängen. Mit 30.000 weiteren Setzlingen werden hingegen kleine Wäldchen angelegt. Die BewohnerInnen können Reisig und andere Holzabfälle der neu entstehenden Wäldchen als Brennholz oder zur Errichtung von Zäunen verwenden und in Zukunft durch den Verkauf von Bäumen etwas Geld dazuverdienen. Darüber hinaus ist die Aussaat von rund 900 kg Grassamen (weißer Klee, Raigras ...) geplant, da die Weiden der Familien von geringer Qualität sind und kaum die Tiere ernähren.
„Die Aufforstung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Dorfbewohner. Jede Familie hilft beim Ausheben der Pflanzlöcher, der Aussaat der Grassamen sowie dem Transport der Setzlinge mit. Zudem organisieren wir Schulungen und Ausflüge zur Baumschule, damit die Familien die Wichtigkeit der Aufforstung erkennen und mehr Wert auf einen schonenden Umgang mit der Natur legen“, erklärt der Projektleiter Luis Lopez.

Unser Beitrag

30.280,- Euro sind insgesamt nötig, damit 200 Familien in den vier Andendörfern mit Setzlingen und Grassamen die Erträge ihrer Felder erhöhen und die Umwelt schützen können. Mit 3.785,- Euro können jeweils 8.750 Setzlinge, rund 113 kg Grassamen, der Transport sowie Schulungen und die Nachbetreuung für 25 Familien finanziert werden.

Partner

CEAS (Projektträger)
Luis Lopez (Projektleiter)

Projekt 3047 - Beschreibung (pdf)

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