Ein neuer Anfang

Zukunftsperspektiven für gefährdete Jugendliche

WO: El Salvador
WAS: Betreuung Bildung 
Projekt: 312

Das Leben vieler Jugendlicher in El Salvador ist geprägt von Armut, Arbeitslosigkeit, Drogen und Gewalt. Und vor allem von Angst. Die Kriminalitätsrate ist extrem hoch, die Mordrate die höchste weltweit. Jugendbanden kontrollieren und terrorisieren oft ganze Stadtteile. Aus Mangel an Perspektiven sind viele Jugendliche in Gefahr, auf die schiefe Bahn zu geraten. Dann ist es zu spät, um wieder in die Gesellschaft zurückzufinden.
Gefährdete Burschen und Mädchen sollen rechtzeitig wieder Hoffnung und Perspektiven entwickeln und den Mut aufbringen, ihre Zukunft neu zu gestalten. Schritt für Schritt werden sie auf dem Weg in ein geregeltes Leben begleitet. Ihnen soll EIN NEUER ANFANG ermöglicht werden, damit sie ihren Tatendrang und ihre Energie für eine friedliche Gesellschaft einsetzen.
 

Wo
El Salvador | Bezirk Ciudad Delgado im Großraum der Hauptstadt San Salvador, sowie Städte Teotepeque und Cojutepeque
Wann
Projektstart: Februar 2017
Wieviel
Mikro:  204 Euro

Kurse, persönliche Betreuung und Begleitung sowie Startkapital für drei Jugendliche für sechs Monate

Anteilstein: 34 Euro

Kurse, Betreuung und Startkapital für einen Jugendlichen für drei Monate

Ein Opfer von vielen 312
„Juan war mein bester Freund. Wir hatten die Schule abgebrochen und trieben uns jeden Tag ziellos auf der Straße herum. An die Zukunft dachten wir nicht, denn wir glaubten, dass wir sowieso keine hatten. Mit dieser Einstellung und so wie wir aussahen, fanden wir natürlich auch keine Arbeit. Mit kleineren Betrügereien und Diebstählen hielten wir uns über Wasser“, erzählt der heute 19-jährige José Aníbal Ganuza aus San Salvador. „Eines Tages wurde Juan von Mitgliedern einer Jugendbande erpresst und eingeschüchtert und er schloss sich ihnen an. Von da an veränderte er sich völlig. Er nahm Drogen, wurde aggressiv und gewalttätig. Ich fing an, ihm aus dem Weg zu gehen und habe lange nichts mehr von ihm gehört. Erst vor Kurzem habe ich von seiner Mutter erfahren, dass er bei einer Schießerei ums Leben gekommen ist.“
Das Schicksal seines Freundes brachte José Aníbal dazu, über sein Leben und seine Zukunft nachzudenken und einen anderen Weg einschlagen zu wollen.

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Wenn ihnen niemand hilft
Das Leben vieler Menschen im mittelamerikanischen Staat El Salvador ist geprägt von Armut, Analphabetismus und Arbeitslosigkeit. Und von Angst: Angst vor allem vor den Jugendbanden, die oft ganze Stadtteile kontrollieren und terrorisieren, im Mafiastil Schutzgelder erpressen, rauben und töten. Die Gewalt- und Kriminalitätsrate in der Hauptstadt San Salvador ist extrem hoch, die Mordrate die höchste weltweit. Denn einmal auf die schiefe Bahn geraten, finden Jugendliche, falls sie überleben, kaum mehr zurück in ein geordnetes Leben. Bis zum Ende ihres meist tragischen Lebens bleiben sie Kriminelle – falls ihnen niemand rechtzeitig hilft, einen Weg zurück in die Gesellschaft zu finden.

Nicht nur eine, sondern hundert Chancen
„Wir sind heute so weit, dass die Menschen allen Jugendlichen misstrauen und ihnen aus dem Weg gehen. Dieses Vorurteil zerstört die soziale und gesellschaftliche Brücke zwischen den Generationen und es zerstört das Selbstwertgefühl der Jugendlichen. Diese verlieren jede Motivation, bekommen keine Arbeit, keine Chance. Damit rechtfertigen sie ihre kriminellen Handlungen und rutschen noch tiefer ins Verderben.“
Jesús Octavio Cruz von der Caritas der Erzdiözese San Salvador und Leiter unseres Projekts, sucht jeden Tag aufs Neue das Gespräch mit gefährdeten Jugendlichen auf den Straßen der Hauptstadt. Er versucht, ihnen Hoffnung zu geben, neue Perspektiven zu eröffnen und damit zu erreichen, dass die Menschen ihnen wieder ihr Vertrauen schenken. Er berichtet:
„Die jungen Burschen und auch Mädchen brauchen nicht nur eine Chance, sondern hundert. Es reicht nicht, sie dabei zu unterstützen, ihren ersten Arbeitsplatz zu finden, es geht auch darum sie zu begleiten, ihnen Möglichkeiten bereitzustellen, damit sie sich den täglichen Herausforderungen in einem feindseligen Umfeld stellen können. Wir wollen ihnen eine gewaltfreie Gegenwart und Zukunft ermöglichen, nach denen sie sich in ihrem Innersten selbst sehnen. Und wo sollen diese beginnen, wenn nicht bei ihnen selbst?"

Neu orientieren …
Unsere Partner-Organisation Misereor unterstützt die Caritas San Salvador bei ihrer Arbeit mit Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren, welche die Aussichtslosigkeit hinter sich lassen und ihrem Leben eine positive Wendung geben möchten. Im Bezirk Ciudad Delgado im Großraum der Hauptstadt San Salvador sowie in den zwei Städten Cojutepeque und Teotepeque sollen innerhalb der nächsten drei Jahre insgesamt 675 Jugendliche soziale Kompetenzen entwickeln, die ihnen bei einem neuen Anfang nützlich sind. So zum Beispiel bei der Suche nach einer Arbeit, einer technischen Ausbildung oder beim Schritt in die berufliche Selbstständigkeit. Die Jugendlichen sollen ihre Hoffnung wiedererlangen sowie das Vertrauen in sich selbst und in den Glauben an ihre Zukunft wieder stärken. Denn erst dann werden sie auch in der Lage sein, ein Einkommen zu erwirtschaften und ihr Leben zu gestalten.

… und ein neues Leben planen
Die Burschen und Mädchen, die sich dazu entscheiden, einen neuen Lebesplan zu entwerfen, werden ein halbes Jahr lang intensiv betreut. Viermal im Jahr sollen jeweils 30 Jugendliche die Chance bekommen mitzumachen. In den ersten drei Monaten nehmen sie an folgenden Fortbildungs- und Motivationskursen teil:
Gemeinschaft lernen: Die Jugendlichen entwickeln soziale Kompetenzen für ein angemessenes und friedliches Verhalten im täglichen Miteinander.
Bildung: Jugendliche, die Freude am Lernen haben, werden dabei unterstützt, ihre Schulbildung wieder aufzunehmen oder eine technische Ausbildung zu beginnen.
Startkapital: Die Jugendlichen werden ermutigt, ihre Interessen und ihre Fähigkeiten zu entdecken und sich damit selbstständig zu machen. Zum Beispiel mit einem kleinen Lebensmittelgeschäft, mit der Reparatur von Elektrogeräten, mit selbstgemachtem Schmuck und Strickwaren. Die Grundkenntnisse dafür werden ihnen in diesem Kurs vermittelt, und sie bekommen ein kleines Startkapital.
Eine Arbeit finden: Die Jugendlichen werden zur Arbeitssuche motiviert, sie lernen, wie sie sich gut bei einem Vorstellungsgespräch präsentieren können und wie sie sich ordentlich und sauber kleiden.
Lebendige Gemeinschaft: Einige Jugendliche engagieren sich nach dem Kurs in ihrer Nachbarschaft, um auch andere Jugendliche dazu zu motivieren, Perspektiven für ein gewaltfreies Leben zu entwickeln.
Nach dem Besuch der Kurse entwerfen die Jugendlichen ihren neuen Lebensplan, den sie mit der individuellen Betreuung, Begleitung und Unterstützung des Teams der Caritas San Salvador Schritt für Schritt umsetzen. So wie José Aníbal:
„Ich bin jetzt Verkäufer in einem Textilwarengeschäft. Vielleicht kann ich einmal Abteilungsleiter werden. Die Leute von der Caritas haben mir sehr geholfen, mich selbst zu finden und mir zu zeigen, dass ich etwas erreichen kann.“

Unser Beitrag
Der Entwicklungshilfeklub möchte dazu beitragen, dass gefährdete Burschen und Mädchen ihrem Leben eine positive Wendung geben können. Für die persönliche Betreuung und Begleitung, die Kursbesuche sowie für ein kleines Startkapital werden für einen Jugendlichen für drei Monate 34,– Euro benötigt (Anteilstein). Die Kosten für die Unterstützung von drei Jugendlichen für sechs Monate (Mikro) betragen 204,– Euro.

Auf die Jugendlichen wartet Ein neuer Anfang.
Sie bekommen die Chance, ihre Zukunft und ihr Leben neu zu gestalten. Unterstützen wir sie dabei, einen friedvollen Weg einzuschlagen.

Partner:
Misereor (Partner-Organisation des Klubs)
Caritas San Salvador (Durchführung im Einsatzgebiet)
Jesús Octavio Cruz (Projektkoordinierung)

Projekt 312 - Projektbeschreibung (pdf)
Projekt 312 - Fotoserie (pdf)

Projektspende
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Alternativ können Sie dieses Projekt auch mit unseren Weihnachtsbillets unterstützen.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 10,- Euro erhält ein Schulkind in Niger zwei Monate lang täglich eine warme Mahlzeit und Ziegenmilch.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 20,- Euro erhalten zwei Schulkinder in Niger zwei Monate lang täglich eine warme Mahlzeit und Ziegenmilch.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 30,- Euro erhalten drei Schulkinder in Niger zwei Monate lang täglich eine warme Mahlzeit und Ziegenmilch.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet erhalten ... Schulkinder in Niger zwei Monate lang täglich eine warme Mahlzeit und Ziegenmilch. Betrag frei wählbar.

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