Ein Päckchen Überleben

Ernährungssicherung für Familien

WO: Äthiopien
WAS: Ernährung Landwirtschaft Wasser 
Projekt: 320

Dürreperioden sind im trockenen Osten Äthiopiens eine Katastrophe, welche die kleinbäuerlichen Familien alle paar Jahre heimsucht. Immer öfter bleibt der Regen aus und eine Zeit des Hungers beginnt. Bleiben die Töpfe leer, sind Kinder und alte Menschen die ersten, die betroffen sind. Die Familien leben in ständiger Angst, dass sie die nächste Dürreperiode nicht überleben.
Doch dieser Kreislauf kann durchbrochen werden: Durch neue Brunnen, angepasste Landwirtschaft und geeignetes Saatgut sind die Familien besser gerüstet, um die nächste Dürreperiode gut zu bewältigen. EIN PÄCKCHEN ÜBERLEBEN erlaubt den Familien, frühzeitig Vorsorgemaßnahmen zu treffen, damit der Hunger ausbleibt.

Wo
Äthiopien | Somali-Region, Distrikte Aysha und Shinile Woreda
Wann
Projektstart: November 2018
Wieviel
Mikro:  100 Euro

Beitrag für Saatgut und Betreuung für zehn Familien

 

Anteilstein: 10 Euro

Beitrag für Saatgut und Betreuung für eine Familie

Leere Töpfe, leere Mägen

„Die Viehzucht war unser Leben. Mein Vater war Viehhirte, mein Großvater war Viehhirte und auch die Generationen davor lebten von ihren Tieren. Auch ich kannte bis vor Kurzem nichts anderes. Ich hatte 60 Ziegen, zwei Esel und vier Kamele, mit denen meine Familie versorgt werden konnte. Die Tiere waren unser ganzer Besitz, unser Stolz, unsere Lebensgrundlage.
Doch dann blieb 2016 der Regen aus und nach und nach starben alle unsere Tiere. Und wir fragten uns: Wie sollen wir überleben?“

Die Sorgen der Vergangenheit haben tiefe Spuren in Kwaras Gesicht hinterlassen. Es ist die Angst, dass seine Frau und Kinder die nächsten Monate nicht überleben werden. Eine Angst, welche die meisten Familien in der trockenen Somali-Region im Osten Äthiopiens immer wieder heimsucht. Denn immer häufiger bleibt der Regen aus und Hunger und Verzweiflung beginnen.

 

Aus dem Gleichgewicht

In den weiten Ebenen an der Grenze zu Somalia und Dschibuti lebt die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung wie Kwaras Familie hauptsächlich von der Viehzucht, manchmal verbunden mit kleinbäuerlichem Ackerbau. Nur 15 Prozent der BewohnerInnen haben zusätzliche Einkommensquellen wie zum Beispiel Einnahmen aus dem Kleinhandel. Aufgrund des Klimawandels werden die Regenzeiten jedoch immer unregelmäßiger oder bleiben sogar ganz aus, wie zuletzt 2016/17. Lange Dürreperioden folgen, die das ohnehin sensible Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringen und immer wieder zu Konflikten um kostbares Wasser und Weideflächen führen.

Die Schwächsten zuerst

Viele Familien sehen, nachdem ihre Felder vertrocknet und alle ihre Tiere verendet sind, keinen anderen Ausweg und siedeln sich in einem der Flüchtlingslager der Region an. Mittlerweile leben in den Lagern über 120.000 ÄthiopierInnen und sind auf die Unterstützung internationaler Hilfsorganisationen angewiesen. Werden die Nahrungsmittel knapp, sind es meist die Kinder und alten Menschen, die als erste von Unterernährung betroffen sind. Sie sind die schwächsten Mitglieder der Gemeinschaft und spüren die Auswirkungen einer Dürreperiode am unmittelbarsten.

Ungenütztes Land

Doch muss es überhaupt so weit kommen? Unser Projektpartner in der Somali-Region ist davon überzeugt, dass mit den richtigen Vorsorgemaßnahmen die katastrophalen Auswirkungen der wiederkehrenden Dürreperioden und Hungersnöte abgeschwächt werden können.
„Fast jede Familie in der Region hat Land, im Durchschnitt besitzen sie eineinhalb Hektar. Die meisten können jedoch nur weniger als ein Zehntel davon bestellen, da ihnen das nötige Wissen zu Bewässerungsmöglichkeiten und Saatgut, das an das trockene Klima angepasst ist, fehlen. Sie konzentrieren sich nach wie vor auf die Viehzucht. Aber es gibt Möglichkeiten, die Situation der Familien trotz der schwierigen Bedingungen zu verbessern und ihre Lebensweise schrittweise an das sich verändernde Klima anzupassen“, betont der lokale Projektverantwortliche Ayanle Omer.

Mit den richtigen Vorsorgemaßnahmen

Seit 2013 unterstützt unsere Partner-Organisation Oxfam in Zusammenarbeit mit der lokalen Pastoralist Welfare Organization (PWO) im Osten Äthiopiens kleinbäuerliche Familien mit dem Ziel, sie besser gegen die immer häufiger auftretenden Dürreperioden zu wappnen. Dabei ist vor allem eines wichtig: die Abhängigkeit von der Viehzucht als alleinige Existenzgrundlage abzuschwächen und den Familien mithilfe nachhaltiger Landwirtschaft weitere Einnahmequellen zu ermöglichen.

Gerüstet für die nächste Dürre

Um dies zu erreichen, setzt die Arbeit der Pastoralist Welfare Organization in mehreren Bereichen an:
Saatgut
Jede Familie erhält rund 14 Kilogramm Saatgut für Mais, Bohnen, Zwiebeln, Tomaten, Wassermelonen und Kürbisse sowie Geräte zur Bearbeitung des Bodens. Dabei handelt es sich um Saatgut, das dem trockenen Klima angepasst ist und welches auch für die Aussaat in den Folgejahren verwendet werden kann.
Wasser
Um die Abhängigkeit von Regenfällen abzuschwächen und die Böden feucht zu halten, werden Brunnen gegraben und Bewässerungssysteme angelegt.
Schulungen
Zudem werden die Frauen und Männer in nachhaltigen Anbaumethoden sowie der Herstellung von organischem Dünger geschult.
Dank dieser Maßnahmen können die Familien ihre landwirtschaftliche Tätigkeit an das sich verändernde Klima anpassen und sind besser für die nächste Dürre gerüstet.

Bisherige Erfolge

Im Zuge der Weihnachtsaktion 2017 trug der Entwicklungshilfeklub zur Unterstützung der von der Dürre besonders betroffenen Familien bei. Eine von ihnen ist Kwaras Familie.
„Ohne Unterstützung würden wir jetzt noch immer verzweifelt auf den Regen warten. Aber dank dem neuen Brunnen und der Bewässerungskanäle, die wir gemeinsam angelegt haben, sind unsere Felder mit Wasser versorgt. Obwohl es schon lange nicht mehr geregnet hat und ringsum alles vertrocknet ist, sind meine Felder grün“,  freut sich Kwara, der mittlerweile auf seinen Feldern unterschiedliche Gemüsesorten und Futtergras für seine wenigen Tiere anbaut. Die letzte Ernte fiel gut aus, sodass seine Familie mit dem Verkauf des Überschusses Geld verdienen konnte. Familien wie Kwaras werden mehrere Jahre lang betreut, bis sie ihre Felder dauerhaft erfolgreich bewirtschaften können und ihr Einkommen gesichert ist.

Unser Beitrag

Damit die Familien auch im nächsten Jahr betreut werden können, wird weiterhin Unterstützung benötigt. Der Betrag von 10,– Euro (Anteilstein) deckt einen Teil der Kosten für das Saatgut sowie die Wasserversorgung, Werkzeuge und Schulungen für eine kleinbäuerliche Familie. Mit 100,– Euro (Mikro) können zehn Familien unterstützt werden.

Tragen wir dazu bei, dass kleinbäuerliche Familien
Ein Päckchen Überleben erhalten,
damit sie die nächste Dürreperiode besser überstehen können.

Partner

Oxfam (Partner-Organisation des Klubs)
Pastoralist Welfare Organization - PWO (Durchführung im Einsatzgebiet)
Ayanle Omer (Projektkoordinierung)

Projekt 320 - Beschreibung (pdf)
Projekt 320 - Fotoserie (pdf)

Projektspende
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Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 10,- Euro kann einem Schulkind in Sierra Leone eine Solarlampe zur Verfügung gestellt werden.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 20,- Euro kann zwei Schulkindern in Sierra Leone eine Solarlampe zur Verfügung gestellt werden.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 30,- Euro kann drei Schulkindern in Sierra Leone eine Solarlampe zur Verfügung gestellt werden.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet kann ... Schulkindern in Sierra Leone eine Solarlampe zur Verfügung gestellt werden. (Hier können Sie den Betrag frei wählen.)

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