Ein richtiges Zuhause

Bau einer Schülerherberge für blinde Kinder

WO: Nepal
WAS: Bildung Wohnen 
Projekt: 3181

Blinde Kinder haben in Nepal ein sehr hartes Los. Oft werden sie von ihren Familien aus Scham versteckt und vegetieren alleingelassen und ohne Förderung dahin. In Gamgadi können zehn blinde Kinder aus umliegenden Dörfern zwar die Schule besuchen, aber das Gebäude, in dem sie unterbracht sind, ähnelt eher einem Stall und hat nicht einmal eine Heizung für den Winter.
Um diese menschenunwürdigen Zustände zu beenden, soll nun eine Schülerherberge für diese zehn und weitere zehn Mädchen und Buben errichtet werden. In dem neuen Gebäude werden sie zum ersten Mal in ihrem Leben Betten, WCs und eine Dusche haben. Und eine Heizung für den kalten nepalesischen Winter. Die Kinder sollen ein richtiges Zuhause bekommen.

Wo
Nepal | Bezirk Mugu Ort Gamgadi
Wann
Projektstart: März 2019
Wieviel
Super-Mikro:  5000 Euro

als Beitrag zu den Errichtungskosten

Kinder im Stall
„Die zehn blinden und sehbehinderten Kinder, die zwischen fünf und 15 Jahre alt sind, leben in einem Gebäude etwas abseits des Dorfes. Ihre Familien haben sie hierher geschickt, weil sie sich nicht kümmern können oder wollen. Die Mauern des Gebäudes sind rissig und unverputzt, das Dach ist aus verrostetem Wellblech, die Maueröffnungen der Fenster sind mit Balken verschlossen. Drinnen gibt es kein Licht und keine Heizung. Der Wind pfeift durch die Mauerritzen herein, der Fußboden besteht teilweise aus morschen Brettern. Ich kann das Gebäude nur als Stall bezeichnen. Wie die Kinder den kalten nepalesischen Winter überstehen, weiß ich wirklich nicht”, erzählt Erwin Blumreisinger, ehemaliger Sozialpädagoge für sehbehinderte und blinde Kinder am Bundes-Blindenerziehungsinstitut in Wien und Initiator dieses Projekts.

Vom Dahinvegetieren zum Schutz einer Herberge
Bei einer Reise vor einigen Jahren lernte Erwin Blumreisinger die große Not von in Nepal seit jeher massiv vernachlässigten blinden Kindern kennen. Sie werden oft von ihren Familien, die sich für sie schämen, versteckt und vegetieren nicht selten völlig alleine gelassen in dunklen Räumen ohne Unterstützung und Förderung dahin. Um zumindest einigen dieser Kinder ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen, gründete er die kleine Hilfsorganisation „Nepalhilfe“, die eine Schülerherberge für 20 blinde und sehbehinderte Kinder bei einer Schule nahe Kathmandu errichtete und sich seither auch um die Schulkosten von sechs Mädchen und Buben kümmert. Bei einer Reise im Jahr 2018 in den Westen des Landes wurde Erwin Blumreisinger auf die menschenunwürdige Lage der Kinder im Bezirk Mugu aufmerksam und setzte sofort alle Hebel in Bewegung, um ihr Los zu verbessern. In Gesprächen mit Vertretern der Schule, in welche die zehn Kinder gehen, und des Gemeinderats von Gamgadi wurde noch vor Ort der Neubau einer wohnlichen Schülerherberge geplant.

Österreichische Hilfe für nepalesische Kinder
Das neue Gebäude ist für 20 Mädchen und Buben ausgelegt und wurde vom ehrenamtlichen Mitarbeiter des Entwicklungshilfeklubs und Architekten DI Werner Nuhsbaumer mit Erwin Blumreisinger, der die Bedürfnisse der Kinder kennt, entworfen. Für die Durchführung wurde die kleine, von der Österreicherin Sabine Klotz gegründete, Organisation Chay Ya gewonnen, die mit Bauprojekten in Nepal viel Erfahrung hat. Auch Sabine Klotz setzt sich rein ehrenamtlich für die Kinder ein. Das neue Gebäude wird gleich neben der öffentlichen Schule errichtet. Es hat zwei Schlafräume mit je fünf Stockbetten für Mädchen und Buben, einen großen Ess- und Lernbereich, getrennte Toiletten und Duschen für Mädchen und Buben, eine kleine Küche, einen Raum für die Betreuerin sowie eine zwei Meter breite Terrasse, damit sich die Kinder auch draußen aufhalten können. Das Gebäude ist so geplant, dass es später aufgestockt werden kann, um mehr Kinder beherbergen zu können. Unser Projektpartner sorgt dafür, dass die Versorgung der Kinder sowie ein Blindenlehrer und eine ausgebildete Betreuerin von der Regierung finanziert werden.

Unser Beitrag
Da der Bau des auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder abgestimmten Gebäudes und der Transport der Materialien ins abgelegene Gamgadi aufwändig sind, liegen die Errichtungskosten bei 107.680,- Euro. Ein Teil der Mittel ist bereits vorhanden, der Entwicklungshilfeklub wurde gebeten, 5.000,- Euro beizutragen, damit dieses so wichtige Projekt verwirklicht werden kann und die Kinder endlich ein menschenwürdiges Zuhause bekommen.

Partner:
Chay Ya Nepal (Projektträger)
Erwin Blumreisinger, Kamal Thapa (Projektkoordinatoren)

Projekt 3181 - Beschreibung (pdf)

Projektspende
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Weihnachtsbillet

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