Ein sauberer Ort

Errichtung von Latrinen für Familien

WO: Indien
WAS: Gesundheit 
Projekt: 3223

Noch immer hat in Indien, vor allem auf dem Land, der Großteil der Menschen keinen Zugang zu Toiletten und Sanitäranlagen. Bakterien und Viren gelangen in das Grundwasser und verschmutzen die Umwelt. Durchfallerkrankungen und schwere Krankheiten sind die Folgen.

Eine kostengünstige und umweltschonende Lösung stellen Kompostwurm-Latrinen dar. Denn sie sind auch in Dörfern ohne Anschluss an ein Abwassersystem einsatzfähig und sorgen obendrein dafür, dass die Fäkalien zu wertvollem Kompost umgewandelt werden. Dieser bietet zukünftig dann sogar die Chance auf ein kleines Zusatzeinkommen für die Familien.

Wo
Indien | Staat Tamil Nadu, Distrikt Cuddalore, Dorf Reddichavady
Wann
Projektstart: März 2020
Wieviel
Super-Mikro:  3350 Euro

für die Errichtung von 33 Latrinen
Gesamtprojekt: 6.100,- Euro in 2 Teilprojekten zu je 3.050- Euro

Krankheiten und Gefahren

Über 90 Prozent der Menschen aus Cuddalore haben keinen Zugang zu Toiletten und Sanitäranlagen. Sie müssen ihre Notdurft im Freien verrichten. Bakterien und Viren gelangen in Felder und Flüsse, sickern in den Boden und in das Trinkwasser, verschmutzen die Umwelt. Die Folgen sind Durchfallerkrankungen und schwere Krankheiten wie Typhus, Hepatitis, Cholera etc., Krankheiten, an denen in Indien jährlich etwa 600.000 Menschen sterben. Für Frauen ist die Situation besonders schlimm: Aus Scham gehen sie nur nachts oder kurz vor Sonnenaufgang in die Felder. Dies birgt viele Gefahren, von Schlangenbissen bis hin zu Vergewaltigungen”,

beschreibt Projektleiter Anthony Samy unserer Partner-Organisation Bless die schwierige Lage in den Dörfern.

Würmer statt Wasser

Um die Situation zu verbessern, geht es vor allem darum, Latrinen zu bauen, aber auch darum, Bewusstsein zu schaffen, denn laut hinduistischen Reinheitsvorstellungen müssen Exkremente fernab des Lebensbereichs bleiben. Um ein Umdenken zu bewirken, erfordert es umfangreiche Vorgespräche und Nachbetreuung.
Da in Indien viele Häuser nicht an ein Abwassersystem angeschlossen sind, bieten Kompostwurm-Latrinen einen Ausweg und sorgen obendrein dafür, dass Fäkalien komplett umgewandelt werden und nichts davon ins Abwasser oder in die Umwelt gelangt. Als kostengünstige und effektive Lösung ist die Kompostwurm-Latrine von der indischen Regierung anerkannt und hält langsam Einzug im Land. So soll es auch im Dorf Reddichavady sein.
Die Latrinen bestehen aus zwei Schächten. Sobald der erste Schacht nach ca. sechs Monaten gefüllt ist, wird der zweite benützt. In der Zwischenzeit verwandeln die Würmer in nur 60 Tagen die Fäkalien in wertvollen Kompost. Dieser kann in Folge als Dünger für die eigenen kleinen Gemüsegärten verwendet oder sogar verkauft werden. Für einen Kilogramm Dünger erhalten die Familien etwa 15 Cent. In einem weiteren Schritt wird Bless die Familien zukünftig beim Verkauf und der Vermarktung des Düngers unterstützen.

Wissen ist das Um und Auf

Damit die Latrinen von den Familien akzeptiert werden, ist umfangreiche Bewusstseinsbildung im Vorfeld wesentlich. Bless-MitarbeiterInnen besuchen dafür vorab jede der Familien, besprechen die Vorteile der Latrinen und beseitigen Missverständnisse. Zusätzlich werden Gruppendiskussionen organisiert und dabei anhand von Bildern und Grafiken die Vorteile für Gesundheit und Umwelt veranschaulicht. Aber auch eine gute Nachbetreuung ist wesentlicher Bestandteil für den Erfolg des Projekts. Bei regelmäßigen Treffen können Fragen zur Instandhaltung und zum Aushub der Schächte ausführlich besprochen werden. So kann die nachhaltige Nutzung der Latrinen sichergestellt werden.

Unser Beitrag

2014 startete Indiens Regierung eine landesweite Hygienekampagne, um unter anderem verstärkt den Bau von Latrinen zu fördern. Unserer Partner-Organisation Bless ist es gelungen, eine Förderung für mehr als die Hälfte der Kosten pro Kompostwurm-Latrine zu erhalten. Die Kosten für eine Latrine samt Vor- und Nachbetreuung pro Familie belaufen sich so auf nur knapp 92,- Euro. Der Entwicklungshilfeklub hat zugesagt insgesamt 66 Familien bei der Errichtung ihrer Kompostwurm-Latrine zu unterstützen.

Partner

Bless (Projektträger)
Anthony Samy (Projektleiter)

Projekt 3223 - Beschreibung (pdf)

Projektspende
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