Eine gesunde Nachbarschaft

Verbesserte Gesundheitsversorgung für Familien in Armenvierteln

WO: Ecuador
WAS: Gesundheit 
Projekt: 364

Armut und Gewalt, beengte Wohnverhältnisse, kein sauberes Trinkwasser, keine Müllabfuhr - in vielen Armenvierteln von Ecuador sind die Lebensbedingungen äußerst prekär. Hygienemaßnahmen einzuhalten und sich gesund zu ernähren ist hier oft kaum möglich. Gerade in Zeiten der Pandemie führen diese Umstände vermehrt zu Krankheiten und vielen Todesfällen.

In diesem Projekt erhalten Familien in Armenvierteln die nötige Unterstützung, um ihre Lebensumstände hygienischer zu gestalten und das Zusammenleben in ihrem Viertel zu verbessern. Begleitet von erfahrenen Sozial- und GesundheitsarbeiterInnen arbeiten sie gemeinsam daran, eine gesunde und lebenswerte Nachbarschaft für alle zu schaffen.

Wo
Ecuador | Solanda (Stadtrandviertel von Quito) sowie Gemeinde Sabanilla in der Provinz Guayas
Wann
Projektstart: Jänner 2022
Wieviel
Mikro:  290 Euro
Maßnahmen für ein gesundes Zusammenleben:
für eine Familie für 2 Jahre
Anteilstein: 58 Euro
Maßnahmen für ein gesundes Zusammenleben:
für ein Familienmitglied für 2 Jahre

Armut macht krank

„Eines der größten Probleme unserer Siedlung sind die ungesunden Lebensumstände. Hier leben viele Familien auf sehr engem Raum, ohne sauberes Wasser, Abfall liegt überall auf den Straßen. Wir sind häufig krank, daher habe ich vor allem um mein Baby große Sorge“,

berichtet eine Bewohnerin des Viertels Solanda, einer Armensiedlung am Stadtrand von Quito, der Hauptstadt von Ecuador. Die meisten der BewohnerInnen kommen aus den ländlichen Hochlandregionen. Da die Auswirkungen des Klimawandels den Anbau dort zunehmend erschweren, ziehen viele KleinbäuerInnen in die nächstgelegene Stadt, in der Hoffnung auf Arbeit und zumindest ein kleines Einkommen, das die Familie ernährt.
Doch das Leben im Slum schafft neue Probleme: Viele der informellen Siedlungen sind nicht an die öffentliche Infrastruktur wie Trinkwasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Müllabfuhr angeschlossen. Aufgrund von Armut und Platzmangel ist es kaum möglich, Hygienemaßnahmen einzuhalten und sich gesund zu ernähren. Gerade in Zeiten der Pandemie sind diese extrem prekären Lebensumstände gesundheitsgefährdende denn je und führen zu vielen Todesfällen.

Gemeinsam Lösungen finden

Neben der mangelnden Gesundheitsversorgung wird das Leben der Familien in den Armenvierteln zusätzlich erschwert durch soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch und Gewalt, insbesondere gegen Frauen. Doch es gibt auch Hoffnung: Viele Familien sind sich bewusst, dass die gesundheitlichen und sozialen Probleme zusammenhängen. Gemeinsam möchten sie daran arbeiten, ein gutes und gesundes Leben in ihrer Nachbarschaft zu ermöglichen.
Unterstützung erhalten sie dabei von der vom Jesuitenorden gegründeten lokalen Organisation Corporación Soljusticia. Seit vielen Jahren setzt sich diese für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und die Förderung eines gewaltfreien Zusammenlebens in mehreren besonders prekären Armenvierteln in ganz Ecuador ein.
Gesundheit hat viele Aspekte – nicht nur der Schutz vor Krankheiten ist wichtig, sondern auch die mentale Gesundheit und der Zugang zu öffentlicher Infrastruktur, den es einzufordern gilt. Corporación Soljusticia arbeitet daher gemeinsam mit den BewohnerInnen ganzer Viertel an der Umsetzung eines ganzheitlichen Gesundheitskonzepts, unter anderem durch Wissensvermittlung, den Einsatz von SozialarbeiterInnen sowie Kampagnen zur Durchsetzung des Rechts auf Gesundheit.

Gesund zusammenleben

Gemeinsam mit unserer Partner-Organisation Misereor und Corporación Soljusticia möchten wir Familien im Armenviertel Solanda und in der Gemeinde Sabanilla unterstützen.

Mit 290 Euro können folgende Maßnahmen für eine Familie für zwei Jahre ermöglicht werden:
Wöchentliche Hausbesuche: Sozial- und GesundheitsarbeiterInnen leisten medizinische Versorgung und Beratung, z.B. bei häuslicher Gewalt, verteilen gesunde Nahrungsmittel und Medikamente.
Wissensvermittlung: Schulungen und Kampagnen zu Hygiene, Krankheitsvorbeugung, gesunder Ernährung, Drogenprävention, gewaltfreiem Miteinander.
Vernetzung: Engagierte BewohnerInnen schließen sich zusammen, um den Zugang zu öffentlicher Infrastruktur wie sauberem Trinkwasser zu erwirken.

Partner

Misereor
Partner-Organisation des Klubs
Corporación Soljusticia
Durchführung im Einsatzgebiet
Projektleitung: Diana Massa

Weitere Materialien

  • Lesetipp: "Wussten Sie, dass fast die Hälfte der Weltbevölkerung noch immer keine vollständige Versorgung mit grundlegenden Gesundheitsdiensten hat und Millionen von Menschen in extreme Armut gedrängt werden, weil sie für Gesundheitsleistungen bezahlen müssen?" Alle die sich näher mit dem Thema "Globale Gesundheit" beschäftigen wollen, finden diese Fakten sowie weitere interessante Informationen auf der Webseite der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung beim Thema "Globale Gesundheit".
  • Download Projektbeschreibung 364 zum Ausdrucken (pdf)
  • Download Fotoserie 364 zum Ausdrucken (pdf)
Projektspende
Wo: - Was: - Projekt:

Förderbeitrag zur Unterstützung des Entwicklungshilfeklubs

Alle Projektspenden leiten wir zu 100% in das jeweilige Projekt weiter. Um dies tun zu können, bitten wir um Ihren Förderbeitrag, der die Arbeit des Entwicklungshilfeklubs ermöglicht. Ihr Förderbeitrag ist steuerlich absetzbar.

Alternativ können Sie dieses Projekt auch mit unseren Weihnachtsbillets unterstützen.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 10 Euro erhält ein Familienmitglied ein "Ernährungspaket" mit Saatgut und Schulungen.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 20 Euro erhalten zwei Familienmitglieder je ein "Ernährungspaket" mit Saatgut und Schulungen.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 30 Euro erhalten drei Familienmitglieder je ein "Ernährungspaket" mit Saatgut und Schulungen.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 50 Euro erhält eine Familie ein "Ernährungspaket" mit Saatgut und Schulungen.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 100 Euro erhalten zwei Familien je ein "Ernährungspaket" mit Saatgut und Schulungen.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet erhalten Familien "Ernährungspakete" mit Saatgut und Schulungen.

Wir möchten darauf hinweisen, dass bei allen Zahlungssystemen außer EPS bei uns Spesen anfallen. Wenn Sie uns helfen wollen Kosten zu sparen und es für Sie möglich ist, bitten wir um Ihre online-Spendenzahlung per EPS

Geschenkinfo

Sie erhalten in den nächsten Tagen eine E-Mail mit einer Geschenks-Urkunde als PDF-Datei.

Spendenabsetzbarkeit

Wenn Sie Ihre Spende von der Steuer absetzen möchten, geben Sie bitte Ihre Adresse an, damit wir Ihre Spende eindeutig zuordnen können.

Ab 2017 sind wir vom Gesetzgeber her verpflichtet, den Gesamtbetrag Ihrer Spenden, Ihren Vor- und Nachnamen sowie Ihr Geburtsdatum dem Finanzamt zu übermitteln. Bitte tragen Sie Ihre Daten in die entsprechenden Felder ein:

Top
Mein Spendenkorb

Wenn Sie mehrere Projekte unterstützen möchten, können Sie diese hier sammeln.
Zur Projektsuche.