Es soll fließen

Händewasch-Sets für Familien

WO: Bangladesch
WAS: Gesundheit Wasser 
Projekt: 318

Mit dem Wasser vom Himalaya überschwemmen jedes Jahr drei große Flüsse Bangladesch und lassen den Reis wachsen, der die Menschen dieses Landes ernährt. Doch oft sind die Wassermassen so gewaltig, dass sie auch Dörfer und Städte überfluten. Die Menschen wissen das und sind darauf vorbereitet. Aber gegen die Krankheiten, welche durch den mitgeschwemmten Schlamm und Unrat verursacht werden, sind sie machtlos.
Die meisten Krankheiten werden durch verschmutztes Wasser und mangelnde Hygiene verursacht. Krankheitserreger werden auch übertragen, weil es in den Häusern kein sauberes, fließendes Wasser gibt, um sich die Hände richtig zu waschen. Denn das Wasser,  ES SOLL FLIESSEN. Ein Händewasch-Set, dessen Behälter mit einem Auslasshahn versehen ist, bringt ganz einfach „fließendes Wasser“ und mehr Gesundheit in die Familien.
 

Wo
Bangladesch | Distrikte Satkhira, Chittagong, Gaibandha und Sirajgon
Wann
Projektstart: Juli 2017
Wieviel
Mikro:   270 Euro

10 Händewasch-Sets für 10 Familien
 

Anteilstein: 27 Euro

1 Händewasch-Set für 1 Familie

Zu viel oder zu wenig Wasser

„Der Fluss war wieder einmal so schnell aus seinen Ufern getreten, dass ich es nicht mehr rechtzeitig bis nach Hause schaffte. Der Sack Reis, der uns eine Woche lang ernähren sollte, war schon unter Wasser. Unsere Kochtöpfe schwammen in der Hütte herum und ich rettete gerade noch mein zweites Hemd, das im Davonschwimmen war. Da kam meine Frau, die die Kinder in Sicherheit gebracht hatte, und ich sagte zu ihr: ,Zu viel Wasser‘. ,Nein, kein Wasser. Der Brunnen ist auch überschwemmt und wir haben nicht nur nichts mehr zu essen, sondern auch nichts mehr zu trinken. Und weil wir auch kein Wasser zum Waschen haben, werden wir wohl wieder krank werden‘, antwortete sie“, berichtet Hamid aus einem Küstendorf in Bangladesch.

Alle Jahre wieder

Drei der mächtigsten Flüsse der Welt durchqueren die Ebenen von Bangladesch. Wenn jedes Jahr vom Himalaya die Wassermassen zum Meer strömen, überfluten sie zwei Drittel des Landes. Ein Segen für die Felder, welche die 150 Millionen Bewohner des Staates, der nur zweimal so groß wie Österreich ist, mit Reis versorgen. Ein Fluch, wenn zu viel Wasser kommt und auch die Dörfer und Häuser überflutet. Vor Jahren gab es Flutkatastrophen, die tausenden Menschen das Leben kosteten. Seither hat die Regierung fast überall in den gefährdeten Gebieten erhöhte und sichere Schutzunterkünfte geschaffen, wohin die Menschen flüchten und wo sie bei Bedarf für einige Zeit notversorgt werden können. Auch die Familien haben sich mit besseren Baumaterialien und anderen Präventivmaßnahmen auf Überschwemmungen eingestellt und verlieren nicht immer ihren gesamten Besitz. Geblieben ist aber das Chaos. Denn nicht nur das armselige und herrenlos gewordene Hab und Gut aus den Häusern treibt in den Wassermassen, sondern auch der Schlamm des Flusses, der Müll, der in städtischen Randsiedlungen und Dörfern nicht entsorgt wird und die Exkremente von Menschen und Tieren, die sich irgendwo hinter Büschen befinden.

So soll es nicht bleiben

„Die meisten Krankheiten, unter denen hier die Menschen leiden und an denen die Kinder sterben, haben mit Wasser zu tun“, berichtet der Pfleger einer Krankenstation. Er meint damit das verschmutzte Wasser, das die Leute trinken müssen, wenn es kein sauberes Trinkwasser gibt. Er meint damit aber auch das Wasser, das die Familien nicht haben oder nicht verwenden, um sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen. Regelmäßig heißt: vor dem Essen, nach der Versorgung der Haustiere, nach manuellen Arbeiten oder nach der Verrichtung der Notdurft. Gründlich bedeutet: mit Seife und unter fließendem Wasser. Auf diese Art können sich die Familien die Hände nicht waschen, weil es im Haus dafür keine geeignete Vorrichtung gibt.
Wir werden wohl wieder krank werden“, hatte die eingangs zitierte Frau gesagt. Wir möchten dafür sorgen, dass sie nicht Recht behält.

Trotzdem

„Einen Wasserhahn, aus dem unbegrenzt frisches und sauberes Wasser sprudelt, so wie bei euch in Europa, wird es bei uns für den Großteil der Menschen wohl nie geben. Trotzdem könnten bald auch viele arme Familien ,fließendes Wasser‘ haben, das so viel ändern und so vieles besser machen kann“, ist Ashish K. Bakshi, Leiter dieses Projekts, überzeugt und hofft auf unsere Mithilfe.

Gefahren bannen

Dieses Projekt ist Teil eines größeren Programmes unserer Partner-Organisation Oxfam, das Bewohnern von gefährdeten Regionen in Bangladesch nicht nur helfen soll, Überschwemmungen besser zu überstehen, sondern auch die in der Folge drohenden Seuchen und Krankheiten zu vermeiden. Die Basis dazu sind Informationsveranstaltungen zum Thema häusliche und körperliche Hygiene und Motivation, denen konkrete Maßnahmen folgen: Müllbeseitigung, Latrinen, eine gesicherte Trinkwasserversorgung. So wurden zum Beispiel neue Brunnen mit Handpumpen installiert, die vom Pumpenwart im Falle einer Überflutung höher gesetzt werden. Die Menschen können dann trotzdem sauberes Wasser beziehen, indem sie mit einem Boot zur Pumpe fahren oder dorthin waten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch in der Sensibilisierung der Familien, damit sie die Gefahr der Übertragung von Krankheiten durch ungewaschene Hände erkennen. Um diese Gefahr zu bannen, soll eine sowohl einfache als auch praktische Neuerung in die Häuser einziehen:

Das Händewasch-Set

1 Kübel, 20 Liter Fassungsvermögen, 1 Deckel (damit das Wasser nicht verschmutzt wird) und 1 Wasserhahn (zur Entnahme des Wassers).
1 Schemel, 40 bis 60 Zentimeter hoch, auf den der Kübel gestellt wird.
1 Schüssel, 10 Liter Fassungsvermögen, die das verwendete Wasser auffängt.
1 Seifenschale zur Aufbewahrung der Seife.
Der Kübel wird täglich bei der nächstgelegenen Wasserstelle gefüllt. Die Menge reicht erfahrungsgemäß aus, damit sich die Mitglieder einer fünfköpfigen Familie untertags mehrmals die Hände waschen können. Das verwendete und in der Schüssel aufgefangene Wasser wird als Nutzwasser im Haus und für die Bewässerung des Gemüsegartens verwendet. Alle vier Teile des Sets sind aus Kunststoff in bunten Farben (rot und grün) und deshalb attraktiv und beliebt. So können auch Kinder leichter und schneller zur regelmäßigen Benutzung animiert werden. Die Händewasch-Sets wurden von Oxfam gemeinsam mit lokalen Partnern entworfen. Sie werden in Bangladesch produziert, was eine rasche Verbreitung der Sets ermöglicht.

Unser Beitrag

Die Kosten für 1 Händewasch-Set betragen 27,– Euro. Wir möchten 1.000 der ärmeren Familien in vier Distrikten von Bangladesch mit einem solchen Set helfen, die Gefahr von Krankheiten für sich und vor allem für ihre Kinder zu reduzieren.

Es soll fließen
denn fließendes Wasser bringt mehr Hygiene und
Gesundheit in die Familien.

Partner

Oxfam (Partner-Organisation des Klubs)
Lokale Hilfswerke in den Distrikten (Durchführung im Einsatzgebiet)
Ashish Kumar Bakshi (Projektkoordinierung)

Projekt 318 - Beschreibung (PDF)
Projekt 318 - Fotoserie (PDF)

Projektspende
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Mit diesem Billet um 20,- Euro kann zwei Familien in Äthiopien "Ein Päckchen Überleben" zur Verfügung gestellt werden.

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Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet kann ... Familien in Äthiopien "Ein Päckchen Überleben" zur Verfügung gestellt werden.

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