Gärten voller Früchte

Ernährungssicherung für kleinbäuerliche Familien

WO: Philippinen
WAS: Ernährung 
Projekt: 304

Anstelle der Wärme kommt die Hitze. Anstelle des Regens kommt die Flut. Das unbeständige Wetter macht den Bäuerinnen und Bauern im südlichen Mindanao schwer zu schaffen. Wenn die Reisernte mager ausfällt, verschulden sie sich, um mit chemischen Mitteln die Erträge zu steigern. Das führt in eine Abwärtsspirale, die vor allem eines vergrößert: den Hunger in der Familie.
Damit die Familien in Zukunft genug zu essen haben, bauen sie in bewässerten Hausgärten Obst und Gemüse an. Das verringert ihre Abhängigkeit von der Reisernte und fängt durch das Wetter verursachte Schäden und Verluste der Erträge ab. Wenn die GÄRTEN VOLLER FRÜCHTE sind, werden die Familien satt und haben genug zum Leben.

Wo
Philippinen | 55 Dörfer in den Provinzen Cotabato, Maguindanao und Sultan Kudarat
Wann
Projektstart: Mai 2016
Wieviel
Mikro:  216 Euro

Anlegen von Hausgärten –  Saatgut, Schulungen und Beratung – für drei Familien

Anteilstein: 72 Euro

Ein Hausgarten für eine Familie

Abwärtsspirale

Die Ernte unseres Reisfelds reicht nicht aus, um meine Familie durchzubringen. Den größten Teil der Einnahmen geben wir für chemischen Dünger und Pflanzenschutzmittel aus. Anfangs glaubten wir, damit mehr verdienen zu können und endlich genug zu essen zu haben. Aber diese Mittel sind teuer und alles, was wir damit vermehrt haben, waren unsere Schulden. Um diese zurückzuzahlen, mussten wir sogar unser Schwein verkaufen. Jetzt haben wir nichts mehr.“ So wie der Familie von Cheryl Dimos im Dorf Numo geht es vielen Familien in der südlichen Region der philippinischen Insel Mindanao.

Hunger – der ständige Begleiter

Mindanao zählt zu den ärmsten Regionen der Philippinen, fast ein Drittel der Bevölkerung lebt von der Hand in den Mund. Vor allem kleinbäuerliche Familien fürchten den Hunger immer mehr. Denn die meisten Familien leben ausschließlich vom Reisanbau. Sie verkaufen den Großteil der Ernte, um mit dem Erlös andere Lebensmittel zu kaufen. Der ist aber zu gering, um zu überleben. Sie müssen Kredite aufnehmen und verschulden sich immer mehr, um mit teuren und umweltschädigenden Chemikalien dem Boden größere Erträge abzupressen.

Hitze oder Flut

Die Rückzahlung der Schulden wird durch das unbeständige Wetter zunehmend erschwert: Entweder der Regen bleibt aus und alles vertrocknet, oder es regnet zu viel und das Wasser überschwemmt die Felder und vernichtet die Pflanzen. Auch Naturkatastrophen wie Taifune und Tornados häufen sich. In den letzten fünf Jahren gab es zwei Taifune, die Mindanao ins Chaos stürzten. Dörfer wurden überflutet, Häuser mitgerissen, Ernten zerstört. Diese tropischen Stürme mit extrem starken Regen sind ein großes Problem, doch noch verheerender sind die Dürreperioden. Noch vor einigen Jahren galten Dezember und Jänner als Regenzeit, Zeit, um den Reis anzupflanzen. Doch immer öfter fällt in diesen Monaten kein Tropfen Wasser mehr. Und wenn, dann versickert das kostbare Nass zu schnell in der ausgetrockneten Erde.

Die Wahl haben

Maria Caspe ist die Projektleiterin unserer Partner-Organisation Oxfam in Davao City, der größten Stadt Mindanaos. Sie ist davon überzeugt, dass der Armut in den ländlichen Gebieten entgegengewirkt werden kann, wenn die Menschen ihre Abhängigkeit vom Reisanbau verringern und neue Einkommensquellen schaffen. Sie sagt: „Die Bauern und Bäuerinnen kämpfen mit dem Wetter, mit den Schulden und mit dem Hunger. Wenn sie nicht wissen, dass es Wege gibt, ihre Situation zu verbessern, dann haben sie keine Wahl. Sie müssen mit den ihnen bekannten Mitteln weitermachen. Und genau hier setzt unsere Arbeit an. Wir möchten den Menschen eine Wahlmöglichkeit geben. Einfach wird ihr Leben trotzdem nicht sein, und sie werden weiterhin kämpfen müssen, aber sie werden auch die Früchte ihrer Arbeit sehen und ernten können.“

Für alle Fälle gewappnet

In dem umfassenden Programm unserer Partner-Organisation Oxfam werden kleinbäuerliche Familien im Süden Mindanaos in Anbaumethoden sowie Agroforstwirtschaft, Diversifizierung der Feldfrüchte und Verwendung verschiedener Reissorten geschult, die an das sich ändernde Klima besser angepasst sind. Dabei werden von Oxfam in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Feldschulen aufgebaut, in denen die Bauern und Bäuerinnen diese Anbaumethoden ausprobieren können, ohne ihre eigene Reisernte zu gefährden. Es werden nicht nur neue wissenschaftliche Methoden vermittelt, sondern auch traditionelles Wissen angewandt.

Ein Hausgarten entsteht

Im Rahmen des umfassenden Programms sollen mit diesem Projekt mittellose Familien in 55 Dörfern in den südlichen Provinzen Cotabato, Maguindanao und Sultan Kudarat die Möglichkeit erhalten, einen Garten in unmittelbarer Nähe zu ihrem Haus anzulegen. Das darin angepflanzte Obst und Gemüse verbessert ihre Ernährung und macht sie von der Reisernte unabhängiger, denn sie können die Überschüsse verkaufen und damit ein zusätzliches Einkommen erwirtschaften.

Beratung: Projekt-MitarbeiterInnen begleiten und schulen die Familien beim Anlegen des Hausgartens.
Saatgut: Samen für Gemüse und Obst wie Kürbisse, Gurken, Zwiebeln, Tomaten, Karotten, Salat sowie Setzlinge für Avocados und Bananen werden bereitgestellt.
Organischer Dünger: Aus Küchenabfällen, Reisschalen und Spreu stellen die Familien selbst den Boden schonenden biologischen Dünger her.
Bewässerung: Auffangen von Regenwasser, um die Pflanzen im Hausgarten auch in Dürrezeiten mit Wasser versorgen zu können.
Saatgutbank: Auf Gemeindeebene, meist bei den Feldschulen, wird eine Saatgutbank errichtet, zu der die kleinbäuerlichen Familien jederzeit Zugang haben. Sie pflegen und tauschen die Gemüsesamen und Obstbaumstecklinge.
Konservierung: Besonders Frauen werden in der Haltbarmachung und der Weiterverarbeitung von Obst und Gemüse für Eigenverbrauch und Verkauf geschult.
Verkauf: Die Frauen erhalten Unterstützung, um ihr Obst und Gemüse und ihre weiterverarbeiteten Produkte auf dem Markt anbieten zu können. Auf eigens organisierten regionalen Märkten können die Frauen ihre Erfahrungen beim Anbau teilen und ihre Produkte vorstellen.

Unser Beitrag

Der Entwicklungshilfeklub möchte dazu beitragen, dass 600 kleinbäuerliche Familien sich besser ernähren und neue Einkommensquellen erschließen können, um sich so vom Reisanbau unabhängiger zu machen. Die Kosten für das Anlegen eines Hausgartens mit Saatgut, Schulungen und Beratung für eine Familie betragen durchschnittlich 72,– Euro (1 Anteilstein). Für die Unterstützung von drei Familien werden 216,– Euro benötigt (1 Mikro).

Unterstützen wir die Familien, damit sie in ihren Gärten voller Früchte eine bessere Zukunft ernten können.

Partner

Partner-Organisation des Klubs: Oxfam
Durchführung im Einsatzgebiet: Oxfam mit lokalen Organisationen
Projektkoordination: Felipe Ramiro

Projekt 304 - Beschreibung (pdf)
Projekt 304 - Fotoserie (pdf)

Projektspende
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Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 10,- Euro kann einem Schulkind in Sierra Leone eine Solarlampe zur Verfügung gestellt werden.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 20,- Euro kann zwei Schulkindern in Sierra Leone eine Solarlampe zur Verfügung gestellt werden.

Weihnachtsbillet

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Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet kann ... Schulkindern in Sierra Leone eine Solarlampe zur Verfügung gestellt werden. (Hier können Sie den Betrag frei wählen.)

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