Gefördert und gestärkt

Kindergarten für Kinder von Müllsammlern

WO: Ägypten
WAS: Betreuung 
Projekt: 3258
Ein Großteil der Menschen in Menshiet-Nasser in Moqatam, einer Randsiedlung von Kairo, lebt vom Müll, den sie sammeln und verwerten.
Eltern, die im Morgengrauen in der Innenstadt oder auf den Müllhalden Abfälle einsammeln und diese dann untertags sortieren und zerkleinern, müssen ihre Kleinkinder entweder mitnehmen oder sie allein zurücklassen.
Im Kindergarten der Müllsammlervereinigung von Menshiet-Nasser in Moqatam sind die Kleinen gut aufgehoben. Sie werden ihren Talenten entsprechend gefördert und auf die Schule vorbereitet. Da die meisten der rund 50 Mädchen und Buben nüchtern in den Kindergarten kommen, erhalten sie täglich auch ein warmes Frühstück.
Wo
Ägypten | Kairo, Siedlung Moqatam
Wann
Projektstart: Mai 2021
Wieviel
Super-Mikro:  3000 Euro
für Gehälter für zwei Pädagoginnen, für eine Köchin und eine Hilfskraft, sowie Nahrungsmittel und Gas zum Kochen für ein Jahr

Im Müll unterwegs von früh bis spät

„Schon sehr zeitig am Morgen fahren wir in die Stadt und holen die auf den Straßen oder in den Häusern bereitgestellten Abfallsäcke ab. Wir laden sie auf Eselskarren oder LKWs und fahren zurück zu unseren Häusern am Stadtrand von Kairo. Dort wird der Müll abgeladen, sortiert, zerkleinert und für die Wiederverwertung aufbereitet. Auch auf den großen Müllhalden sind wir unterwegs, um Brauchbares zu finden. Der Müll ist schmutzig, stinkt, und ist oft auch giftig und sehr gefährlich für die kleinen Kinder. Ich bin daher sehr froh, dass wir jetzt einen Kindergarten im Viertel haben, wo die Kleinen gut aufgehoben sind, während mein Mann und ich der Arbeit nachgehen. Wir müssen sie nicht mehr mit auf die Müllhalde oder in die engen schmutzigen Straßen nehmen“,

freut sich Naila, die Mutter zweier Kleinkinder.

Zabbalin

so werden die mit Müllsammeln und -verwerten beschäftigten Menschen in den Randsiedlungen der ägyptischen Hauptstadt Kairo genannt. Die Betroffen selbst betrachten diese Bezeichnung weniger als Beruf, sondern als Bezeichnung ihrer Gemeinschaft. So auch in der Siedlung Moqatam. Die Hälfte der BewohnerInnen sind KoptInnen und MuslimInnen, aber alle betrachten sich als Zabbalin, auch wenn sie, wie einige wenige, einem anderen Beruf nachgehen.
Die Zabbalin sind jedoch seit Jahren zahlreichen Schikanen ausgesetzt. Der Stadtrat möchte sie aus der Metropole verdrängen. Im Rahmen von Sanierungsarbeiten droht Moqatam, ihr wichtigstes Wohngebiet, abgerissen zu werden.

Geborgenheit, Förderung...

Der Entwicklungshilfeklub unterstützt seit über zehn Jahren die Bemühungen der Müllsammlervereinigung Zabbalin in ihrem Einsatz für Bildung und bessere Lebensbedingungen. Einen Kindergarten wünschten sich die Familien schon lange. Nicht zuletzt dank der engagierten Arbeit von Romani Badir, Projektverantwortlicher vor Ort und selbst Müllsammler, konnte mit unserer Hilfe in Moqatam ihr Wunsch verwirklicht werden. Zwei leerstehende Räume wurden frisch ausgemalt, kindergerechte Möbel angeschafft, sanitäre Einrichtungen installiert, eine kleine Küche eingerichtet und pädagogisches Material eingekauft. Jetzt wissen die Eltern von rund 50 Mädchen und Buben ihre Kleinen fünf Tage die Woche für jeweils sieben Stunden gut aufgehoben und können in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen.

...sowie eine warme Mahlzeit täglich

Da die meisten Kinder nüchtern in den Kindergarten kommen, erhalten sie auch täglich ein warmes Frühstück, das sie kräftigt und stärkt. Covid-19 bedingt musste der Kindergarten 2020 zwar einige Zeit geschlossen werden. Unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen konnte der Betrieb zur großen Erleichterung der Eltern aber rasch wieder aufgenommen werden.

Unser Beitrag

Der Entwicklungshilfeklub wurde gebeten, auch 2021 die Kosten für zwei Erzieherinnen, eine Köchin, eine Hilfskraft, Nahrungsmittel und Gas zum Kochen für ein Jahr zu übernehmen. Das sind 300,- Euro pro Quartal oder 1.200,- Euro im Jahr für den Kindergarten und 1.800,- Euro für das tägliche Frühstück. Die Müllsammlervereinigung Zabbalin kommt selbst für Strom- und Wasserkosten, Renovierungsarbeiten und die jährlich vorgeschriebene ärztliche Untersuchung der Kinder auf.

Partner

Zabbalin - Müllsammlervereinigung (Projektträger)
Romani Badir (Projektleiter)

Projekt 3258 - Beschreibung (pdf)

Projektspende
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