Gemeinschaftsküche

Eine Küche für das Andendorf Guacona

WO: Ecuador
WAS: Ernährung 
Projekt: 3111

Karge Böden, unzureichende Ernährung, Abgeschiedenheit – so sieht die Realität für die indigene Bevölkerung der Provinz Chimborazo im Andenhochland Ecuadors aus. Die spärlichen Ernteerträge und die einseitige Ernährung führen vor allem bei den Kindern und Jugendlichen zu Mangelernährung, die ihre Konzentrationsfähigkeit und ihre Entwicklung beeinträchtigt.
Der Bau einer Gemeinschaftsküche im Andendorf Guacona soll Erleichterung in den harten Lebensalltag der indigenen Dorfbevölkerung bringen. Frauen bereiten dort für jedes Schulkind eine nährstoffreiche Mahlzeit pro Tag zu und tragen damit zur ausgewogenen Ernährung sowie gesunden Entwicklung der Mädchen und Buben bei.
 

Wo
Ecuador | Provinz Chimborazo Dorf Guacona
Wann
Projektstart: November 2017
Wieviel
Super-Mikro:  3870 Euro

für Baumaterialien, Türen, Fenster, Transport und Gehaltskosten der Maurer
 

Einseitige Ernährung
„Im ecuadorianischen Andenhochland lebt der Großteil der indigenen Bevölkerung in extremer Armut. Auf bis zu 4.000 Metern Höhe bauen die kleinbäuerlichen Familien hauptsächlich Knollenfrüchte an. Steile Hänge, Kälte, Frost und Wind erschweren jedoch das Bestellen der Felder. Die Erträge sind dementsprechend spärlich und die Ernährung äußerst einseitig. Besonders die Kinder und Jugendlichen leiden unter der Mangelernährung, die ihre Entwicklung stark beeinträchtigt“, beschreibt Padre Eulogio Quito, der lokale Projektleiter, die prekäre Situation der indigenen Bevölkerung in den Andengemeinden. Selbst indigener Herkunft, kennt er die Probleme in der Hochlandprovinz Chimborazo nur allzu gut und setzt sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der herrschenden Lebensbedingungen ein.

Leben unter schwierigsten Bedingungen
Auch die 360 BewohnerInnen aus dem entlegenen Dorf Guacona führen ein hartes Leben, denn auf 3.500 Metern Höhe werfen die Felder kaum Erträge ab. Um das Einkommen der Familien aufzubessern, entscheiden sich viele Männer einige Monate in Städten wie Cuenca oder Quito als Tagelöhner zu arbeiten. Der Lohn ist aber meist zu gering, um große Verbesserungen der Lebenssituation zu ermöglichen. Was bleibt sind Armut, mangelernährte Kinder und Perspektivenlosigkeit.

Satt und gesund
Um die schlechte Ernährungssituation der Schulkinder zu verbessern, leistete Padre Eulogio Quito bereits vor über zwölf Jahren Pionierarbeit und begann mit der Unterstützung des Entwicklungshilfeklubs in abgelegenen Andendörfern einfache Gemeinschaftsküchen zu errichten. Zur Grundausstattung der Küchen gehören große Arbeitsflächen, ein Waschbecken mit Wasseranschluss, eine offene Kochstelle mit Kamin sowie elektrisches Licht. Manche Küchen haben zudem einen Gasherd, welchen sich die DorfbewohnerInnen selbst finanzieren. In diesen gut ausgestatteten Küchen bereiten zwei Mütter abwechselnd eine Woche lang nährstoffreiche Mahlzeiten für die Mädchen und Buben zu, die die örtliche Grundschule besuchen. Die dabei verwendeten Nahrungsmittel kommen zum Teil vom ecuadorianischen Staat, der seit einigen Jahren ein Programm zur Schulverpflegung hat. Grundschulen in armen Bezirken werden seitdem mit Nahrungsmitteln wie Reis, Bohnen, Quinoa und Öl versorgt. „Der Bau der Gemeinschaftsküche verbessert jedoch nicht nur die Gesundheit der 80 Kinder und 120 Jugendlichen im Dorf, sondern fördert auch die Solidarität unter den Familien. Beim Bau der Küche handelt es sich um eine Gemeinschaftsarbeit, bei der alle Bewohnerinnen und Bewohner je nach den eigenen Fähigkeiten mithelfen. Später wird die Küche auch bei diversen Dorffesten und Versammlungen gemeinsam genutzt“, erklärt Padre Eulogio Quito, der im Laufe der Jahre gemeinsam mit hunderten von DorfbewohnerInnen und der Unterstützung des Entwicklungshilfeklubs insgesamt 42 Gemeinschaftsküchen errichten konnte.

Unser Beitrag
Nun soll auch in dem Dorf Guacona eine Gemeinschaftsküche gebaut werden. Dafür werden zwei Maurer für je drei Wochen angestellt, die restlichen Arbeiten übernehmen die DorfbewohnerInnen selbst. Zudem werden neben den Baumaterialien wie Ziegel, Zement und Wellblech auch Fenster, Türen und der Transport der Materialien finanziert.

Partner:
Frauengruppe in Guacona (Projektträger)
Eulogio Quito (Projektleiter)

Projekt 3111 - Beschreibung (PDF)

Projektspende
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