Gesund in den Tag

Frühstück für Kinder von Müllsammlern

WO: Ägypten
WAS: Ernährung 
Projekt: 3134

Der Großteil der Bewohner einiger Randsiedlungen von Kairo sind Müllsammler und Müllverwerter - so auch in Moquattam. Sie brechen im Morgengrauen auf, um möglichst früh den neu angefallenen Müll zu sammeln und ihn dann vor Ort auf den Müllhalden oder in ihrer Wohnstraße zu sortieren.
Die Müllsammler und Müllsammlerinnen müssen früh am Tag zur Arbeit aufbrechen. Für ein Frühstück fehlt meist das Geld und die Zeit. Im Kindergarten der Vereinigung von Menshiet Nasser in Moqattam bekommen ihre Kinder ein nahrhaftes, gesundes Frühstück. Das stärkt die Kinder und hilft Mangelernährung vorzubeugen.
 

Wo
Ägypten | Kairo, Siedlung Moquattqam
Wann
Projektstart: Mai 2018
Wieviel
Super-Mikro:  2150 Euro

für Nahrungsmittel, eine Köchin und Gas
 

Müllhalden am Rande der Stadt
„Wir sammeln verwertbaren Müll auf den Müllhalden am Rande der Stadt und in den Gassen, in denen wir die Müllentsorgung übernommen haben. Sortiert wird er entweder direkt auf der Halde oder vor unseren Wohnungen. Der Müll ist schmutzig, stinkt und ist oft auch giftig. Dennoch muss ich meine kleinen Kinder mit zur Arbeit nehmen. Ich kann sie doch nicht alleine zu Hause lassen“, klagt die Mutter der zweijährigen Wafaa und des fünf Monate alten Iman. Zeitig am Morgen macht sie sich auf den Weg zur Arbeit. Sie wohnt in der Siedlung Moquattam, in der es bis vor Kurzem nur einen einzigen, äußerst rudimentär ausgestatteten Kindergarten für etwa 20 Kinder gab. Wer hier keinen Platz fand, der musste die Kinder, wie die Mutter des kleinen Iman, eben mit zur Arbeit nehmen. Seit Kurzem kann sie ihre Kleinen im Kindergarten der Müllsammlervereinigung abgeben.

Die Müllsammlervereinigung von Moqattam
Moqattam liegt am Fuße eines Felsplateaus, das zur Zeit des Pyramidenbaus als Steinbruch diente. Rund 60.000 Menschen leben hier, darunter rund 15.000 Müllsammler. Sie wohnen in gemauerten Häusern, die an das öffentliche Stromnetz und das Wasserleitungssystem angeschlossen sind. Die Mehrheit sind Kopten, es gibt aber auch einige Muslime unter ihnen. Bemerkenswert ist, dass der Zusammenhalt unter ihnen sehr ausgeprägt ist. Auch jene, die eine andere Arbeit gefunden haben, betrachten sich immer noch zur Vereinigung gehörend. In der Müllsammlersiedlung gibt es daher auch Bewohner, die studiert oder andere Berufe ergriffen haben. Sie bleiben aber in der Siedlung oder kehren in diese zurück. Die meisten Menschen hier leben aber vom Sammeln des Mülls und seiner Weiterverarbeitung in kleineren oder größeren Betrieben, die das gesammelte und sortierte Material an Unternehmer liefern, die daraus neue Produkte herstellen.

Strengere Gesetze und steigende Preise
Aus dem vor sechs Jahren erhofften friedlichen Zusammenleben aller Ägypter wurde leider nichts. Obwohl sie engagiert für einen Machtwechsel eintraten, sind die Kopten heute in Ägypten wieder Anfeindungen, Aggressionen und sogar Verfolgungen ausgesetzt. Die Lage ist allgemein schwieriger geworden, Kontakte mit Ausländern sind von den Behörden nicht gerne gesehen und können sogar zu Verhaftungen führen. So erlebt von unserem Projektleiter Romani Badir, der mangels Beweisen aber bald wieder freigelassen wurde. Steigende Preise belasten die Familienbudgets. Viele Familien können sich nur mehr die billigste Reissorte leisten

Eine gesunde Mahlzeit im neuen Kindergarten
Frühstück gibt es in den Familien nicht. Daheim wird hauptsächlich am Nachmittag oder am Abend gegessen. Am Morgen kaufen sich die zur Arbeit gehenden Müllsammler und Müllsammlerinnen auf dem Weg dorthin etwas bei den zahlreichen Straßenständen. Die Kinder kommen nüchtern in den Kindergarten. Einigen hat die Mutter etwas zugesteckt, meist Chips, die anderen haben nichts. Daher der Wunsch, den Kindern am Vormittag eine kleine Mahlzeit anzubieten.

Unser Beitrag
Eine gesunde Entwicklung setzt eine ausgewogene und gesunde Ernährung voraus. Das tägliche Frühstück im Kindergarten ist ein wichtiger Beitrag dazu. Die Kosten für den Kauf von Nahrungsmitteln und die Bezahlung einer Köchin belaufen sich auf 2.150- Euro für ein Jahr.

Partner:
Zabbalin Müllsammlervereinigung (Projektträger)
Romani Badir (Projektleiter)

Projekt 3134 - Beschreibung (pdf)

Projektspende
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