Neue Kraft schöpfen

Förderung von Kindern mit Behinderungen

WO: Uganda
WAS: Gesundheit 
Projekt: 3193

Kinder mit körperlichen oder geistigen Behinderungen führen in Uganda ein schweres Leben. Sie gelten als verflucht oder bestraft für Fehler in einem früheren Leben. Aus Angst und Scham werden die Kinder häufig versteckt und sich selbst überlassen. Anlaufstellen zur Unterstützung der Betroffenen und Therapiemöglichkeiten sind kaum vorhanden.
Ein mobiles Betreuungsteam soll ihre Situation im Bezirk Kabarole wesentlich verbessern: Die Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen werden regelmäßig von geschultem Personal zu Hause besucht und individuell medizinisch und therapeutisch betreut. Zudem wird viel Wert auf Informationen und Aufklärung gelegt, damit Vorurteile abgebaut werden.
 

Wo
Uganda | Bezirk Kabarole
Wann
Projektstart: Mai 2019
Wieviel
Super-Mikro:  3060 Euro

für Hilfsmittel, Medikamente und Nahrung für 15 Kinder für 1 Jahr
Gesamtprojekt: 6.120,- Euro in 2 Teilprojekten zu je 3.060,- Euro
 

Behinderung als Fluch
„Behinderungen sind in Uganda noch immer mit vielen Mythen belegt, sie werden als Fluch oder als Bestrafung für Fehler in einem früheren Leben wahrgenommen. Kommt ein Kind mit einer Behinderung auf die Welt, verstecken es häufig die Eltern aus Angst und Scham. Die Kinder werden extrem vernachlässigt, was sich wiederum negativ auf ihre Entwicklung auswirkt”, berichtet Thomas Fuchs, von unserer Partner-Organisation Perspektive für Kinder bereits letztes Jahr. Gemeinsam mit der lokalen Hilfsorganisation YAWE Foundation setzt sie sich für Menschen mit Behinderungen sowie für von HIV und Aids betroffene Kinder und Jugendliche im Bezirk Kabarole im Westen Ugandas ein.

Ausgegrenzt und isoliert
Von der restlichen Gesellschaft ausgegrenzt und isoliert, haben Mädchen und Buben mit körperlichen oder geistigen Behinderungen ein schweres Leben im ostafrikanischen Land Uganda. Da es in den Familien an Wissen und den nötigen finanziellen Ressourcen mangelt, werden die Kinder meist sich selbst überlassen. Auch wenn die geistigen Fähigkeiten vorhanden wären, besucht kaum ein Kind die Schule. Zudem fehlt es an Anlaufstellen für die betroffenen Familien und an Therapiemöglichkeiten für die Kinder. Entsprechend groß ist der Bedarf an Unterstützung.

Umfassende Betreuung und Förderung
Zurzeit unterstützt Perspektive für Kinder gemeinsam mit der YAWE Foundation rund 48 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sowohl medizinisch als auch therapeutisch. Die Mädchen und Buben werden je nach Bedarf etwa ein- bis zweimal pro Woche von einer Krankenschwester, einem Gesundheitshelfer oder einer Sozialarbeiterin zu Hause besucht und individuell betreut. Dabei wird von Anfang an sehr viel Wert auf die Einbeziehung der jeweiligen Bezugspersonen gelegt. Wird ein neues Kind in das Programm aufgenommen, steht zuerst die Verbesserung des gesundheitlichen Allgemeinzustands im Zentrum. Manchmal genügen bereits ganz einfache Maßnahmen, wie zum Beispiel die Bereitstellung eines Moskitonetzes, einer Matratze oder ausreichend Nahrung. Oft leiden die Kinder aber auch an Liegegeschwüren, chronisch entzündeten Druckstellen oder anderen Erkrankungen, die medizinisch behandelt werden müssen. Ist der Gesundheitszustand stabil, geht es darum, die Kinder individuell in ihrer Selbstständigkeit zu fördern. Bei den Hausbesuchen werden Bewegungsübungen gemacht, Besuche bei PhysiotherapeutInnen oder OrthopädInnen arrangiert, Schienen, Gehhilfen oder Rollstühle organisiert ... Um die Bezugspersonen zu unterstützen, werden zudem regelmäßige Treffen für die Angehörigen angeboten. „Als wir Arafael kennenlernten, wirkte er total vernachlässigt und schüchtern. Er leidet an einer Gehbehinderung und kann dementsprechend nur sehr kurze Strecken kriechend zurücklegen. Wir besorgten ihm einen Rollator und machen nun regelmäßig Gehübungen mit ihm. Mittlerweile besucht Arafael eine Schule und blüht dabei so richtig auf”, freut sich Gilbert Muhumuza, der Leiter des Behindertenbetreuungsprogramms.

Unser Beitrag
Mit 17,- Euro im Monat können Medikamente, Nahrung und diverse Hilfsmittel für ein Kind mit Behinderung finanziert werden. Für die Versorgung von 15 Kindern für ein Jahr sind 3.060,- Euro nötig. Damit haben die Mädchen und Buben eine Chance auf ein menschenwürdiges Leben.

Partner:
Perspektive für Kinder (Projektträger)
Thomas Fuchs (Projektleiter)

Projekt 3193 - Beschreibung (pdf)

Projektspende
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