Rechte einfordern

Information und Beratung für Hausangestellte

WO: Peru
WAS: Bildung Rechte 
Projekt: 3131

In Peru arbeiten offiziell ungefähr 300.000 Frauen als Hausangestellte. Meist kommen sie aus ärmlichen Verhältnissen und dem ländlichen Raum. Als Kindermädchen, Köchinnen, Reinigungskräfte und Wäscherinnen arbeiten sie in privaten Haushalten, viele von ihnen unter unmenschlichen Bedingungen. Oft sind sie Opfer von psychischer und physischer Gewalt.
Weil viele Hausangestellte ihre Rechte nicht kennen, haben sie kaum Möglichkeiten, sich zur Wehr zu setzen. Mit Informationsveranstaltungen und Seminaren sollen sie über die Gesetzeslage aufgeklärt werden. So können sie sich selbst für eine Verbesserung ihrer Arbeitsverhältnisse und damit ihrer Lebenssituation einsetzen.
 

Wo
Peru | Lima
Wann
Projektstart: Februar 2018
Wieviel
Super-Mikro:  2325 Euro

für Seminare und Infoveranstaltungen für 63 Frauen
Gesamtprojekt: 4.650,- Euro in 2 Teilprojekten zu je 2.325,- Euro

Moderne Sklaverei
„Viele Frauen arbeiten als Hausangestellte unter unmenschlichen Bedingungen. Sie müssen rund um die Uhr verfügbar sein, sind nicht krankenversichert, werden diskriminiert und misshandelt. Weil sie über ihre Rechte nicht Bescheid wissen, sind sie den Arbeitgebern völlig ausgeliefert”, schildert Clementina Serrano, Leiterin des Instituts zur Förderung und Bildung der Hausangestellten (Iprofoth), die sklavenähnlichen Zustände. Der Großteil der Frauen kommt aus extrem armen Familien vom Land. Schon sehr jung müssen sie mit der Arbeit in der Stadt zum Familieneinkommen beitragen.

Gefangen im Käfig
Sie arbeiten als Kindermädchen, Köchinnen, Reinigungs- und Pflegekräfte, oft 12 bis 16 Stunden am Tag, ohne soziale Absicherung, ohne Urlaub und mit einem Gehalt unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns. Meist wohnen sie im Haus der Familie, bei der sie arbeiten. Dadurch haben sie keine Privatsphäre und sind häufig Übergriffen und Misshandlungen durch die Familienmitglieder ausgesetzt. Obwohl die Arbeitgeber dazu gesetzlich verpflichtet wären, wird nur ein kleiner Teil der Hausangestellten bei der zuständigen Behörde registriert. Wenn aber kein offizielles Arbeitsverhältnis existiert, gibt es auch keinen Mindestlohn, keine 40-Stunden-Woche und keine medizinische Versorgung. Aus Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, wehren sich jedoch die meisten Frauen kaum.

Die eigenen Rechte kennen
Seit mittlerweile 43 Jahren setzt sich Iprofoth mit viel Engagement für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Hausangestellten in Lima ein. Da viele Frauen ihre Arbeitsrechte nicht kennen, halten die Mitarbeiterinnen von Iprofoth an Abendschulen Vorträge und veranstalten Seminare, um die Frauen über ihre Ansprüche sowie die aktuelle Gesetzeslage zu informieren. Die Hausangestellten werden darin unterstützt, Arbeitsverträge einzufordern, bestehende Verträge zu verbessern sowie auf die Umsetzung der Vereinbarungen zu bestehen. Zudem verfügt Iprofoth über eine Unterkunft, die von den Frauen bei Auflösung des Dienstverhältnisses oder bei längerer Krankheit eine Zeitlang genützt werden kann, und die Mitarbeiterinnen bieten psychologische Betreuung an.

Für eine gerechtere Zukunft
Neben der direkten Unterstützung der betroffenen Frauen versucht Iprofoth auch auf gesetzlicher Ebene Veränderungen zu bewirken. Mit öffentlichkeitswirksamen Kampagnen und Informationsveranstaltungen wird auf die prekäre Lage der Hausangestellten aufmerksam gemacht und die Verbesserung ihrer Arbeitsrechte gefordert.
Clementina Serrano erzählt: „Die rechtliche Absicherung von Hausangestellten zu verbessern ist ein überaus langwieriges Vorhaben. Doch wir geben nicht auf. Denn Hausangestellte verdienen die gleichen Rechte wie andere Arbeitnehmer. Und nur durch die Veränderung der Gesetze kann die Situation der Hausangestellten langfristig verbessert werden.“

Unser Beitrag
Mit 4.650,- Euro können Seminare zur Rechtsberatung von 126 Hausangestellten an Abendschulen sowie diverse Informationsveranstaltungen und Kampagnen in der Öffentlichkeit zur Bewusstseinsbildung veranstaltet werden. Nur so können die betroffenen Frauen einer gerechteren Zukunft entgegenblicken.

Partner:
Entraide et Fraternité (Projektträger)
Iprofoth (Durchführung vor Ort)
Clementina Serrano (Projektleiterin)

Projekt 3131  - Beschreibung (PDF)

Projektspende
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