Rezepte für die Zukunft

Einkommensschaffung durch Dorfküche

WO: Senegal
WAS: Einkommen 
Projekt: 3159

Die Mehrheit der Bevölkerung in und um das Dorf Ndem lebt von der Subsistenzlandwirtschaft. Aufgrund des Klimawandels werden die Ernteerträge jedoch immer geringer, das Überleben für die Familien immer schwieriger. Um ihre Existenz langfristig zu sichern, sind für die Familien alternative Einkommensquellen abseits der Landwirtschaft wichtig.
Mit der Renovierung und Einrichtung einer Dorfküche zur Versorgung der zahlreichen BesucherInnen von Ndem sollen 33 Frauen ein dauerhaftes Zusatzeinkommen erhalten: Drei Frauen werden als Köchinnen arbeiten und 30 weitere erhalten mit der Dorfküche einen wichtigen Abnehmer für ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse.
 

Wo
Senegal | Region Diourbel, Dorf Ndem
Wann
Projektstart: Oktober 2018
Wieviel
Super-Mikro:  3000 Euro

für Renovierungsarbeiten, Anschluss an Wasser- und Stromnetz sowie Ausstattung der Küche

Sterbende Dörfer
„Wie in vielen anderen Teilen des Landes sind auch in der Region Diourbel die Auswirkungen des Klimawandels stark zu spüren. Die Regenperioden werden von Jahr zu Jahr kürzer und die Wüste breitet sich immer weiter aus. Für die Bevölkerung ist diese Entwicklung fatal, denn nahezu alle Familien leben von der Landwirtschaft. Um ihre Frauen und Kinder ernähren zu können, verlassen viele Männer ihre Dörfer und ziehen in die Großstadt Dakar”, berichtet Berta Gielge, die seit einigen Jahren bei der ONG des Villageois de Ndem (Nichtregierungsorganisation der DorfbewohnerInnen von Ndem) mitarbeitet.

Ein Platz zum Leben
Als der Senegalese Serigne Babacar Mbow mit seiner französischen Frau 1985 in das Heimatdorf seines Großvaters zog, lebten nur mehr eine Handvoll Menschen dort, die meisten waren aufgrund fehlender Perspektiven bereits abgewandert. Um das Dorf Ndem wieder zu einem lebenswerten Ort zu machen und gemeinsam Lösungen für die zahlreichen Herausforderungen zu finden, schlossen sich die verbliebenen BewohnerInnen mit jenen von 15 umliegenden Dörfern zusammen und gründeten die ONG Villageois de Ndem. Die jahrzehntelange Arbeit zeigt mittlerweile großen Erfolg. Es gibt nun eine Gesundheitsstation, eine Grund- sowie eine Sekundarschule, eine funktionierende Wasser- und Stromversorgung, Gemüseanbauflächen, einen pädagogischen Garten, eine Kunst- und Handwerkskooperative, die Arbeitgeberin für bis zu 300 Menschen aus der Umgebung ist, und vieles mehr. Ndem wurde zu einem Vorzeigeort in der Region, der sich zahlreicher Besuchergruppen (Schulklassen, Jugendgruppen, SeminarteilnehmerInnen etc.) erfreut.

Alternative Einkommensquellen
Durch die BesucherInnen kommt einerseits ein Wissensaustausch zustande, andererseits stellt ihre Verpflegung eine zusätzliche Einkommensquelle für die BewohnerInnen von Ndem dar. Bisher wurden die Mahlzeiten unter großem logistischen Aufwand auf dem Dorfplatz oder bei einzelnen Frauen zu Hause zubereitet. Nun soll ein kleine Dorfküche entstehen, die nach Voranmeldung BesucherInnen versorgt. Dafür wird ein Teil eines bereits bestehenden Gebäudes zu einer Küche umgebaut. Gegessen wird auf überdachten Plätzen im angrenzenden pädagogischen Garten oder auf dem Dorfplatz. Drei Frauen sollen in Zukunft die Dorfküche gemeinschaftlich leiten und durch ihre Arbeit als Köchinnen ein beständiges Zusatzeinkommen erwirtschaften können. Dabei werden sie von MitarbeiterInnen der ONG Villageois de Ndem begleitet. Darüber hinaus profitieren rund 30 Frauen, die in den Gemüsegärten und im Lebensmittelverarbeitungsbereich von Ndem beschäftigt sind, denn für sie erschließt sich durch die Dorfküche ein wichtiger Absatzmarkt für ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse.

Unser Beitrag
Die Gründung der Dorfküche ist in ein größeres Projekt eingebettet, dessen Ziel die langfristige Schaffung von Arbeitsplätzen in Ndem ist. Der Entwicklungshilfeklub wurde gebeten, die Kosten für die Renovierung und Einrichtung der Küche zu übernehmen. Mit 3.000,- Euro können die nötigen Ausbesserungsarbeiten am Gebäude (Reparatur des Dachs, Boden verfliesen ...), der Anschluss an das Strom- und Wassernetz sowie die Ausstattung der Küche mit Gasflaschen, Töpfen, Schüsseln etc. finanziert werden.

Partner:
ONG des Villageois de Ndem (Projektträger)
Mathias Bachir Roux (Projektleiter)

Projekt 3159 - Beschreibung(pdf)

Projektspende
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