Unterstützung für Frauen in der Ukraine

Nothilfe, Rechtsberatung und weitere Hilfsangebote

Die aus der Ukraine geflüchtete Irina mit ihren Söhnen, dem Nazar (13) und Sadhar (4), im Aufnahmezentrum "Ukraine House" in Przemyśl

Der Krieg in der Ukraine dauert an. Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen, viele haben ihre Lebensgrundlage verloren. Besonders auf den Frauen lastet in dieser Situation zusätzliche Verantwortung: Weil die Männer an der Front sind, müssen sie häufig alleine das Einkommen der Familie sichern und den Alltag unter schwierigsten Bedingungen organisieren. Zusätzlich übernehmen sie oft die Betreuung besonders hilfsbedürftiger Angehöriger und Nachbarn – Ältere, Verletzte, Menschen mit Behinderung. Je länger der Krieg dauert, umso wichtiger wird deshalb eine gezielte Unterstützung dieser Frauen, die über kurzfristige Nothilfe hinausgeht.

Gemeinsam mit unserer Partner-Organisation Oxfam stärken wir lokale Frauenorganisationen in der Ukraine. Sie leisten humanitäre Hilfe und unterstützen besonders gefährdete Menschen direkt in ihrer Nachbarschaft. Darüber hinaus bieten sie psychosoziale Betreuung für Binnengeflüchtete, schützen Frauen und Mädchen vor geschlechtsspezifischer Gewalt und setzen sich für die Rechte von Minderheiten wie Roma-Frauen ein, die bereits vor dem Krieg von Gewalt und Vertreibung betroffen waren. So werden langfristig Strukturen geschaffen, die Frauen und ihre Gemeinschaften stärken und ihnen helfen, selbst Lösungen zu entwickeln.

Wo
Ukraine
Wann
Projektstart: September 2026
Wieviel
 100 Euro

Hilfsangebote für Frauen und Mädchen, die von Gewalt und Krieg betroffen sind, z.B. Nothilfe für Binnenvertriebene, Rechtsberatung, psychosoziale Betreuung. Frei wählbarer Betrag, z.B. 100 Euro

Jetzt spenden – jeder Beitrag hilft

Frauen unterstützen – Gemeinschaften stärken

Eine Mitarbeiterin des Women’s Consortium of Ukraine (WCU), einem landesweiten Netzwerk von Frauenorganisationen, erklärt, warum dieser Ansatz so wirkungsvoll ist:

„Unsere Arbeit endet nicht mit der Bereitstellung von Hilfsgütern. Durch partizipative Ansätze werden insbesondere Frauen, Kinder und Jugendliche befähigt, selbst Lösungen zu entwickeln und ihre Zukunft mitzugestalten. Aus kleinen Initiativen entstehen langfristige Veränderungen, und geschützte Räume werden zu Orten für Engagement, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Die Stärkung lokaler Strukturen ist keine vorübergehende Maßnahme. Sie ist entscheidend, um den Wiederaufbau nachhaltig zu gestalten und aus humanitärer Hilfe langfristige gesellschaftliche Widerstandskraft entstehen zu lassen.“

Eine Bäckerei als Ort der Hoffnung

Ein konkretes Beispiel dafür zeigt die Geschichte von Nelli, einer 70-jährigen Aktivistin aus Pomitschna in der Zentralukraine. Ihre Kleinstadt nahm zahlreiche Menschen auf, die vor den Kämpfen fliehen mussten. Mit einer finanziellen Starthilfe des lokalen Oxfam-Partners „The Tenth of April“ konnte Nelli eine kleine Bäckerei aufbauen, welche Brot und Backwaren zu günstigen Preisen verkauft.

Heute backt sie mit ihrem Team Brot für Binnenvertriebene, ältere Menschen und Familien, die sich Lebensmittel kaum leisten können. Gleichzeitig ist die Bäckerei zu einem Treffpunkt für die Gemeinde geworden. Kinder lernen dort backen nach traditionellen Rezepten, Familien kommen zusammen und Menschen, die ihre Heimat verloren haben, finden ein Stück Gemeinschaft.

Aus einer kleinen Starthilfe ist so viel mehr entstanden: eine Einkommensmöglichkeit, konkrete Hilfe für Menschen in Not und ein Ort, der Zusammenhalt schafft.

Unser Beitrag

Mit unserem Beitrag erhalten zwölf lokale Frauenorganisationen finanzielle Unterstützung, welche sie flexibel nach ihren Bedürfnissen einsetzen können. Dazu zählen zum Beispiel:

  • „Fight for Right“: Eine NGO aus Kiew, welche sich für die Rechte und Belange von Frauen und Mädchen mit Behinderung einsetzt.
  • „Feminist Workshop“: Organisation aus Lwiw, die seit 2022 Unterbringung und Kinderbetreuung für Binnengeflüchtete organisiert, ältere Menschen im Alltag unterstützt und psychologische Beratung anbietet. Insbesondere fördert sie die Gleichberechtigung von Frauen und LGBTQIA+-Personen.
  • „I CAN“: Die Stiftung unterstützt von häuslicher Gewalt betroffene Frauen in der Region Charkiw durch psychologische Betreuung und Rechtsberatung.
  • „Romani Zbora“: Die Organisation aus Odessa bietet psychosoziale Dienste, Bildungsangebote und Rechtsberatung für Frauen und Binnenvertriebene, insbesondere Angehörige der Roma-Minderheit.

Mit Ihrer Spende unterstützen sie Frauen und besonders vom Krieg betroffene Menschen in der Ukraine und tragen dazu bei, dass lokale Gemeinschaften in Krisensituationen füreinander einstehen und besonders gefährdete Mitglieder schützen können.

Partner

Oxfam
Partner-Organisation des Klubs
Lokale Frauenorganisationen
Durchführung im Einsatzgebiet

Weiterführende Materialien

Nähere Informationen zu den unterstützten lokalen Organisationen:
https://womenleadersukraine.oxfam.org/partners

Beispiele für die Arbeit der lokalen Organisationen finden Sie hier:
https://ukraine-stories.oxfam.org/ukraine-4-years-on/index.html

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Projekt 418 | Frauen Katastrophenhilfe/Flucht
Ukraine |

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