Wasser speichern

Instandsetzung des Weliagara Wewa

WO: Sri Lanka
WAS: Ernährung Landwirtschaft Wasser 
Projekt: 3213

In den Trockengebieten Sri Lankas haben Wewas, Regenwasserreservoirs zur Bewässerung der Felder, eine jahrhundertelange Tradition. Viele davon sind jedoch völlig verschlammt und damit unbrauchbar geworden. Mit nur einer Reisernte zur Monsunzeit ist die Erntemenge zu gering für die Bauernfamilien. Die Menschen hungern und müssen abwandern.

Die Instandsetzung des Weliagara Wewa im Distrikt Kurunegala soll für die Wasserversorgung der Reisfelder von 22 Familien während des ganzen Jahres sorgen. In der Regenzeit wird das Wasser gespeichert, um damit auch während der Trockenzeit die Felder bewässern zu können. Eine zweite Reisernte wird möglich, und die Menschen haben wieder genug Nahrung zum Überleben.

Wo
Sri Lanka | Weliagara, Distrikt Kurunegala
Wann
Projektstart: Jänner 2020
Wieviel
Super-Mikro:  4730 Euro

4.730,- Euro für Aushubarbeiten, die Erneuerung des 300 Meter langen Dammes und eine neue Schleuse

Jahrhundertealtes Wissen verloren

„Wasserreservoirs haben eine jahrhundertealte Tradition in Sri Lanka. Das während der Regenzeit gesammelte Wasser diente zur Bewässerung während der Trockenzeit. Aber die meisten dieser traditionellen Wasserreservoirs die sogenannten Wewas, erfüllen ihre Funktion schon lange nicht mehr. Das Wissen um ihre Bedeutung ging langsam verloren und notwendige Instandhaltungsarbeiten wurden vernachlässigt. Viele Wewas sind völlig verschlammt und von Pflanzen überwuchert”,

erklärt Gallege Punyawardana, der Projektleiter unseres Projektpartners Swarna Hansa Foundation.

Eine Ernte reicht nicht aus

Die nördliche Region des Landes wird vom Südwest-Monsun nicht erreicht, deshalb gibt es hier eine lange Trockenperiode ohne Ernteerträge. Die fruchtbaren Anbaufläche können nur von Oktober bis Jänner während des Monsuns bewässert werden. Diese Ernte reicht nicht aus und viele Familien verlassen ihre Dörfer.

Kein Dorf ohne Wewa

Gallege Punywardana wird nicht müde uns zu versichern: „Kein Dorf ohne Wewa!“ Seiner Erfahrung nach kann ein Dorf nur mit einem Wewa auf Dauer existieren. Künstliche Bewässerung ist notwendig, um eine Veränderung für die Menschen zu bewirken. Die revitalisierten Wewas haben die Funktion, während der Regenzeit des Nordost-Monsuns das Wasser aufzufangen. Durch eine Schleuse wird in der Trockenzeit das Wasser über Gräben auf die Reisfelder geleitet.

Das Weliagara Wewa ist eines der ca. 50.000 Wasserreservoirs in Sri Lanka. In seiner Umgebung kann derzeit nur ein kleines Gebiet landwirtschaftlich genutzt werden, denn das Wewa kann kein Wasser mehr speichern. Der Damm war mit der Zeit durch Unwetter weggeschwemmt worden, er ist kaum mehr zu sehen.

Weliagara Wewa

Gallege Punyawardana schreibt:

Der Weliagara Wewa kann zurzeit überhaupt kein Wasser speichern. Weil der Damm weg ist, kann man kaum erkennen, wo er war. Der Regen fließt sofort wieder ab, man sieht nur ein paar Schlammlöcher für einige Tage.“

Bei der Wiederherstellung wird der angesammelte Schlamm ausgebaggert und der Damm komplett neu aufgeschüttet werden. Ein neues Schleusentor wird errichtet, damit das Wasser ablaufen kann und der Damm nicht zerstört wird, wenn es im Übermaß regnet. Das so instandgesetzte Wewa wird genügend Wasser speichern, um die Reisfelder zwei Mal im Jahr bewässern zu können. 22 Familien werden dann genug Nahrung produzieren können, um satt zu werden und auch ein kleines Einkommen zu erwirtschaften.

J. M. Kiribanda aus Weliagara berichtet:

„Wir sind Bauern, das ist unser Leben. Wir wollen keine Nahrungsmittelunterstützung. Aber wir brauchen dringend Hilfe, um wieder Wasser zu haben. Erst dann haben wir wieder genug zu Essen und ein kleines Einkommen.“

Unser Beitrag

Die Kosten für die Sanierung des Weliagara Wewa betragen 4.730,- Euro. Der Schlamm wird ausgebaggert, der 300 Meter lange Damm neu aufgeschüttet, ein neues Schleusentor wird eingebaut.

Partner

Swarna Hansa (Projektträger)
Gallege Punyawardana (Projektleiter)

Projekt 3213 - Beschreibung (pdf)

Projektspende
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