Wege zum Wasser

Zugang zu Trinkwasser für kleinbäuerliche Familien

WO: Simbabwe
WAS: Wasser 
Projekt: 317

Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Im ländlichen Simbabwe haben die Menschen jedoch größte Schwierigkeiten, sich damit zu versorgen. Der nächste Brunnen ist meist mehrere Kilometer Fußmarsch entfernt. Die Frauen schleppen das Wasser in schweren Kübeln auf dem Kopf nach Hause und sind stundenlang unterwegs. Dennoch reicht die Menge oft kaum aus, um die Familie zu versorgen.
Durch den Bau von neuen Brunnen sollen die kleinbäuerlichen Familien endlich Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Außerdem werden ihnen Schubkarren und Wasserbehälter zur Verfügung gestellt, welche den Transport des Wassers nach Hause erleichtern. Dank der kürzeren WEGE ZUM WASSER werden die Frauen entlastet und gewinnen wertvolle Zeit.

Wo
Simbabwe | Distrikte Seke und Bubi sowie Provinz Harare
Wann
Projektstart: Juli 2017
Wieviel
Mikro:  195 Euro

Zugang zu Wasser und Hilfsmittel um das Wasser zu transportieren für eine Familie

Anteilstein: 33 Euro

für ein Familienmitglied

Täglicher Kampf ums Wasser

„Zum Fluss zu gehen und Wasser zu holen kostete mich täglich viele Stunden. Oft war das Flussbett ausgetrocknet. Und wenn es Wasser gab, waren so viele Menschen dort, dass ich stundenlang anstehen musste. Den Weg zum Fluss nach Hause musste ich mehrmals am Tag machen, weil ich am Kopf immer nur einen Kübel tragen konnte. Und selbst dann hat es kaum gereicht“, schildert Prosper Ncube, Kleinbäuerin aus dem Distrikt Matopo, die Strapazen, die die meisten Frauen im ländlichen Simbabwe jeden Tag auf sich nehmen, um sich und ihre Familien mit Trinkwasser zu versorgen.

Ohne Wasser keine Ernte

Nur die Hälfte der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern wie Prosper Ncube hat überhaupt Zugang zu sauberem Trinkwasser. Hierfür gibt es zwei Gründe: Zum einen mangelt es grundsätzlich an Brunnen und zum anderen sind die wenigen, die es gibt, meist weit von den Dörfern entfernt. Simbabwe, einst bekannt für seine blühende Landwirtschaft, steckt seit Jahren in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Unter der autoritären Regierung des Landes ist die landwirtschaftliche Produktion stark zurückgegangen und das Land kann seine Bewohner nicht mehr ausreichend mit Grundnahrungsmitteln versorgen. Besonders die kleinbäuerlichen Familien in der Trockensavanne sind zunehmend von Arbeitslosigkeit und Ernährungsunsicherheit betroffen. Sie leben am Existenzminimum vom spärlichen Mais- und Hirseanbau und dem wenigen Vieh, das sie besitzen. Wassermangel ist für sie lebensbedrohlich. Zudem verstärkt der Klimawandel die Dürreperioden, sodass die Menschen immer längere Wege zurücklegen müssen, um überhaupt Wasser zu finden.

Zwei Stunden zum nächsten Brunnen

Für viele Familien ist der nächstgelegene Brunnen bis zu fünf Kilometer entfernt. Wenn kein Brunnen in der Nähe ist, holen sie Wasser aus nahegelegenen Flüssen. Dort wird jedoch auch das Vieh getränkt, sodass das Wasser oft durch gefährliche Keime verunreinigt ist.

„Als der Brunnen während der Dürre ausgetrocknet war, mussten wir das Wasser aus dem auch schon halb trockenen Flussbett holen und es abkochen, damit es überhaupt trinkbar wurde. Mehrmals am Tag mussten wir fünf Kilometer gehen, mit schweren Kübeln auf dem Kopf. Für viele ältere Frauen aus dem Dorf war diese Anstrengung nicht zu schaffen und sie mussten die Nachbarn bitten, für sie Wasser zu holen“, berichtet Winnie Magutshwa, ebenfalls Mutter und Kleinbäuerin aus Matopo.

Frauen und Wasser

Wie in vielen Ländern weltweit ist Wasserholen auch in Simbabwe traditionell Aufgabe der Frauen. Dies und die Bewältigung der Hausarbeit sowie das Versorgen der Tiere bedeuten Schwerstarbeit von früh bis spät. Für andere Dinge bleibt weder Zeit noch Kraft. Dies ist ein großes Problem, nicht nur, da die ohnehin armen Familien so kaum eine Chance haben, ihr Einkommen aufzubessern, sondern auch, da viele Mädchen gar nicht erst zur Schule geschickt werden, weil auch sie im Haushalt helfen müssen.

Zugang zu Trinkwasser schaffen

Unsere Partner-Organisation Oxfam arbeitet seit 1980 in Simbabwe, um die Lebensbedingungen der kleinbäuerlichen Familien zu verbessern. In Zusammenarbeit mit drei weiteren nationalen Hilfsorganisationen sollen nun 2.000 Familien aus den ländlichen Distrikten Seke und Bubi, sowie in der Provinz Harare Zugang zu sauberem Trinkwasser und Hilfsmittel zum Transport des Wassers erhalten.

Zehn neue Brunnen

Insgesamt sollen zehn neue Trinkwasserbrunnen für 2.000 Familien angelegt werden. Sie verfügen über eine Einfassung, werden mit Solarpumpen betrieben und sind weniger als einen Kilometer vom Dorf entfernt. Für viele Familien, die vorher mehrere Kilometer zur nächsten Wasserstelle gehen mussten, verkürzt sich damit der Weg um ein Vielfaches. Die Familien bilden Komitees und erhalten eine Schulung zur Nutzung und Instandhaltung der Brunnenanlage, damit sie anfallende Wartungsarbeiten selbst durchführen können. Die Komitees achten außerdem darauf, dass der Brunnen gemeinschaftlich genutzt und sauber gehalten wird. Im Distrikt Matopo werden bereits solche im Rahmen des Projekts neu angelegte Brunnen genutzt. Prosper Ncube, die früher fast zwei Stunden zum Fluss unterwegs war, kann nun in zehn Minuten den nächsten Brunnen erreichen und sich sicher sein, dass das Wasser auch sauber ist.

Wassertransport erleichtern

Ist ein Brunnen in erreichbarer Nähe, bleibt für die Frauen immer noch das Problem, wie sie die schweren Wasserkübel nach Hause bringen. Eine einfache und effiziente Lösung hierfür sind Schubkarren, die es ihnen ermöglichen mit geringem Kraftaufwand bis zu drei 20-Liter-Kanister gleichzeitig zu transportieren. Für viele Frauen, die vorher bis zu sechsmal gehen mussten, um ihre Familien mit einem Minimum an Wasser zu versorgen, bedeutet dies nun nur noch zwei Gänge am Tag. Viele Familien teilen sich auch eine Schubkarre und nehmen dafür zum Beispiel älteren Nachbarn, die nicht mehr gut zu Fuß sind, den Gang zum Brunnen ab.

Die Frauen entlasten

Die Schubkarren können außerdem eingesetzt werden, um Feuerholz zu transportieren, was für die Frauen ebenfalls eine enorme Arbeitserleichterung und Zeitersparnis mit sich bringt. Dank dieser großen Entlastung müssen auch die Mädchen weniger im Haushalt mitarbeiten und können wieder zur Schule gehen. Im Rahmen des Projekts finden zudem bewusstseinsbildende Maßnahmen statt, um auch die Männer einzubeziehen und den Wert von Bildung für Mädchen zu betonen, damit die Eltern ihre Töchter zur Schule schicken.

Unser Beitrag

Der Entwicklungshilfeklub möchte dazu beitragen, dass Familien Zugang zu sauberem Trinkwasser bekommen und dieses leichter nach Hause transportieren können. Die anteiligen Kosten für das Anlegen von 10 Brunnen sowie das Bereitstellen von Schubkarren und Wasserkanistern betragen 195,– Euro für eine Familie (1 Mikro). Für die Unterstützung einer Person werden 33,– Euro benötigt (1 Anteilstein).

Unterstützen wir die Familien in Simbabwe
durch Wege zum Wasser,
damit sie ihre Lebensgrundlage sichern können.

Partner

Oxfam (Partner-Organisation des Klubs)
Dabane Water Workshops (Durchführung im Einsatzgebiet)
Nomthandazo Jones (Projektkoordinierung)

Projekt 317 - Beschreibung (PDF)
Projekt 317 - Fotoserie (PDF)

Projektspende
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Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 30,- Euro kann drei Familien in Äthiopien "Ein Päckchen Überleben" zur Verfügung gestellt werden.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet kann ... Familien in Äthiopien "Ein Päckchen Überleben" zur Verfügung gestellt werden.

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