Bildung als Grundstein

Schulunterricht für benachteiligte Kinder

WO: Indien
WAS: Bildung 
Projekt: 3206

Von der restlichen Gesellschaft ausgegrenzt, fristen ethnische Minderheiten wie die Yanadis ein Leben in extremer Armut und Isolation. Ihre Kinder müssen arbeiten statt zur Schule
gehen zu können. Ohne Bildung haben sie jedoch keinerlei Perspektiven für die Zukunft.

Damit die Kinder einen anderen Weg einschlagen, sollen sie im Schulzentrum lernen und kindgerecht aufwachsen können. Denn eine gute Grundschulbildung stellt die Basis dar,
auf der sie eine Zukunft abseits von Armut und Elend aufbauen können.

Wo
Indien | Andhra Pradesh, Distrikt Guntur, Stadt Tenali
Wann
Projektstart: Dezember 2019
Wieviel
Super-Mikro:  1940 Euro

für ein LehrerInnengehalt für ein ganzes Schuljahr
Gesamtprojekt:
19.400,- Euro für 10 LehrerInnen für ein Schuljahr

Arbeit statt Schule

„Das Schicksal der Yanadis und ihrer Kinder, ein Leben in Armut zu führen, scheint meist von vornherein schon besiegelt. Von Oktober bis Mai ist die Situation für sie besonders schwierig, denn in der Hoffnung, Arbeit auf den Feldern zu finden, müssen sie hunderte Kilometer weit durch das Land ziehen. Unter menschenunwürdigen Bedingungen schuften sie für einen Hungerlohn. Ihre Kinder müssen sie auf der Arbeitssuche begleiten und, statt zur Schule zu gehen, auf den Feldern mitarbeiten. Ohne Bildung setzt sich der Teufelskreis der Armut über Generationen fort”,
beschreibt Projektleiter Peter Daniel, unserer langjährigen und bewährten Partner-Organisation Village Reconstruction Organisation (VRO), die Lebensumstände.

Ohne Bildung keine Perspektiven

Obwohl es in einigen Dörfern kleine Dorfschulen gibt, werden die Kinder der Yanadi nicht eingeschult oder brechen die Schule wegen mangelnder Möglichkeiten der Eltern bereits nach kurzer Zeit wieder ab. Schulmaterialien und Schuluniformen können sie sich nicht leisten. Ohne Bildung rückt für die Kinder eine Zukunft mit Perspektiven in weite Ferne.

Grundstein für die Zukunft

Die VRO ist bereits seit einigen Jahren in dem Gebiet rund um die Großstadt Tenali aktiv. Bereits 10 Dörfer konnte die VRO für die Yanadis dort errichten. Damit die Eltern erkennen, dass nur Bildung einen Ausweg aus der Armut darstellt, leistet die VRO wichtige Aufklärungsarbeit und arbeitet eng mit dem dort ansässigen Schulzentrum Mukti Tribal Residential School zusammen, welches eigens für die Kinder der Yanadi gegründet wurde. Immer mehr Eltern nehmen ihre Kinder daher nicht mehr auf die Arbeitssuche mit, sondern sorgen dafür, dass sie im Zentrum untergebracht werden. Das Schulzentrum beherbergt 230 Kinder, die dort sowohl die Grundschule besuchen als auch in einem kindgerechten und sicheren Umfeld im Internat aufwachsen können. Doch die finanzielle Situation des Zentrums ist angespannt. Es können nur wenige, sehr schlecht ausgebildete HilfslehrerInnen angestellt werden. Ein qualitativer Unterricht ist unter diesen Umständen kaum möglich.

„Es ist ohne Frage ein großer Erfolg, dass die Kinder nun statt zu arbeiten in die Schule gehen und betreut werden. Doch unter diesen prekären Umständen lernen sie kaum etwas. Damit sie anschließend in höhere Schulen eingegliedert werden können, ist gute Grundschulbildung die wichtigste Basis“, so Peter Daniel über die Situation im Schulzentrum. Damit der Unterricht für die 130 Buben und 100 Mädchen verbessert werden kann, sollen zusätzlich sechs neue, gut qualifizierte LehrerInnen angestellt werden und bereits vorhandenes Lehrpersonal umfassend weitergebildet werden.

Unser Beitrag

Bereits seit vielen Jahren unterstützt der Kabarettist und Mitarbeiter des Entwicklungshilfeklubs  Werner Brix die Arbeit der VRO im Rahmen seiner Benefizveranstaltung „Zum Tod lachen“. Bei seinem letzten Projektbesuch in Indien legte ihm die VRO die Mukti Tribal Residential School besonders ans Herz. Gemeinsam möchten wir nun dazu beitragen, dass der Schulunterricht verbessert werden kann und die stark benachteiligten Kinder einen Weg in eine Zukunft abseits von Armut finden. Für die Gehaltskosten eines Lehrers bzw. einer Lehrerin werden 194,- Euro pro Monat benötigt. Für das ganze Schuljahr (10 Monate), für alle zehn LehrerInnen, werden insgesamt 19.400,- Euro erbeten.

Partner

VRO - Village Reconstruction Organisation (Projektträger)
Peter Daniel (Projektleiter)

Projekt 3206 - Beschreibung

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