Frauen gegen Armut

Einkommenschaffung für Frauen durch Selbsthilfegruppen

WO: Madagaskar
WAS: Einkommen Landwirtschaft 
Projekt: 356

Die meisten kleinbäuerlichen Familien Madagaskars leben in großer Armut. Besonders schwierig ist die Situation der Frauen. Sie leisten harte Arbeit, doch aufgrund traditioneller Strukturen sind sie finanziell und sozial von ihren Ehemännern abhängig. Es fehlt ihnen der Zugang zu Wissen und Möglichkeiten, um sich langfristig eine sichere Einkommensquelle aufzubauen.

Das Sozialzentrums Saint-Benoît unterstützt Kleinbäuerinnen bei der Gründung von Selbsthilfegruppen und dem Aufbau von kleinen wirtschaftliches Unternehmen. Indem die Frauen ein eigenes Einkommen erwirtschaften, können sie die Armut ihrer Familien lindern. Zudem wird ihre gesellschaftliche Position gestärkt.

Wo
Madagaskar | Region Analanjirofo, Distrikt Fénérive-Est
Wann
Projektstart: Mai 2021
Wieviel
Mikro:  312 Euro
für eine Frauengruppe
Anteilstein: 28 Euro
anteilig für eine Frau

Gefangen in Armut und Abhängigkeit

Das Leben in Madagaskar ist nicht leicht, denn der Inselstaat zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die meisten kleinbäuerlichen Familien können auf ihrem kleinen Stück Land gerade so viel anbauen, dass es für das eigene Überleben reicht. Besonders schwer ist es aber für die madagasischen Frauen.

„Frauen leisten neben der Hausarbeit täglich die gleiche harte Arbeit auf den Feldern wie die Männer. Dennoch bestimmt der Mann über das Einkommen der Familie, die Frau ist finanziell und sozial von ihm abhängig. Trotz ihrer harten Arbeit auf den Feldern und für die Familie wird der Einsatz der Frauen nicht anerkannt. Um die Armut ihrer Familien zu lindern, suchen viele Frauen verzweifelt nach Möglichkeiten, selbst ein wenig Geld zu verdienen. Doch aufgrund traditioneller Strukturen fehlt meist der Zugang zu Wissen und Möglichkeiten, um sich langfristig eine sichere Einkommensquelle aufzubauen“, so beschreibt Schwester Marie Léonardine Beva, die Leiterin des Sozialzentrums Saint-Benoît, den Teufelskreis aus Armut und Abhängigkeit, in dem viele Frauen im ländlichen Madagaskar gefangen sind.

Einkommen durch Selbsthilfegruppen

Der lokale Projektpartner unserer Partner-Organisation Entraide et Fraternité, das Centre de Promotion Rurale Saint-Benoît (CSB), ist seit vielen Jahren in der Region Analanjirofo im Nordosten von Madagaskar im Einsatz, um die Lebensumstände kleinbäuerlicher Familien in Armut, insbesondere jene der Frauen, zu verbessern.
Im Rahmen dieses Projekts sollen über 300 Kleinbäuerinnen dabei unterstützt werden, sich gemeinsam eine eigene Einkommensquelle zu schaffen. Die Frauen schließen sich in Selbsthilfegruppen zusammen und beginnen ein kleines wirtschaftliches Unternehmen. Jede Gruppe spezialisiert sich auf eine Aktivität, zum Beispiel die Verarbeitung von Ananas zu Säften, den Aufbau einer kleinen Tierzucht oder einer Schneiderei. Sie erhalten
eine Startausrüstung und können so gleich mit der Aktivität beginnen. Die MitarbeiterInnen des CSB begleiten die Frauengruppen während des gesamten Prozesses, unter anderem durch folgende Maßnahmen:
• Bereitstellung einer Startausrüstung (zum Beispiel Saatgut, Hühner, eine Nähmaschine ...),
• Schulungen zu einfacher Buchhaltung, Vermarktung sowie zum Gründen einer Spargruppe,
• Vernetzung der Gruppen untereinander sowie persönliche Hilfestellung bei häuslicher Gewalt.

Einander den Rücken stärken

„Traditionelle Strukturen zu verändern ist ein Prozess, der mehrere Generationen dauert. Wir setzen zunächst beim Aufbau eines eigenen Einkommens von Frauen an, da wir die Erfahrung gemacht haben, dass so am schnellsten eine positive Veränderung erreicht werden kann. Wenn die Frauen selbst ein Einkommen haben, setzen sie es zum Wohl der ganzen Familie ein. So werden sie zur treibenden Kraft, um die Armut zu lindern“,

fasst Schwester Marie Léonardine Beva den bewährten Ansatz des Projekts zusammen.

Partner

Entraide et Fraternite (Partner-Organisation des Klubs)
Centre de promotion rurale Saint-Benoît (Durchführung im Einsatzgebiet)
Projektleitung: Sr. Marie L. Beva

Download Projekt 356 - Beschreibung (pdf)

Download Projekt 356 - Fotoserie (pdf)

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