Positiv leben

Unterstützung für von HIV betroffene Kinder

WO: Kenia
WAS: Betreuung Bildung 
Projekt: 3192

Kinder, die entweder selbst HIV-positiv sind oder ihre Eltern an die Immunschwächekrankheit verloren haben, haben es schwer in der Kleinstadt Emali. Sie wohnen bei Verwandten oder Nachbarn, denen das nötige Geld fehlt, um sie ausreichend zu versorgen. Die Kinder werden ausgegrenzt, der Schulbesuch und ihre Zukunft ist gefährdet.
Das Kinderprojekt von Mt. Zion kümmert sich um 30 dieser Mädchen und Buben im Alter von 3 bis 15 Jahren, damit sie ein möglichst normales Leben führen können. Die Organisation übernimmt die Kosten für die medizinische Versorgung und den Schulbesuch. Zudem werden die Kinder psychosozial betreut. Sie können sich austauschen und lernen mit ihrem HIV-Status umzugehen.

Wo
Kenia | Kleinstadt Emali
Wann
Projektstart: Mai 2019
Wieviel
Super-Mikro:  2695 Euro

für Schuluniformen, Schulgebühren, Fahrtkosten, Lebensmittel, Spiele und Materialien für 15 Kinder
Gesamtprojekt: 5.390,- Euro in 2 Teilprojekten zu je 2.695,- Euro
 

Ohne Fürsorge
„Die Kleinstadt Emali liegt an der Hauptverkehrsroute zwischen Nairobi und der kenianischen Küste. Viele Lkw-Fahrer machen hier Rast. Da es in der Stadt kaum Einkommensmöglichkeiten gibt, müssen viele Frauen ihre Familien über die Runden bringen, indem sie sich prostituieren. Die HIV-Rate ist dementsprechend hoch. Besonders schwierig ist die Situation für Kinder, die entweder selbst infiziert sind oder einen bzw. beide Elternteile an die Immunschwächekrankheit verloren haben. Sie bleiben häufig ohne Betreuung und ohne Fürsorge”, berichtet Veronica, die Sozialarbeiterin der kenianischen Organisation Mt. Zion.

Ausgegrenzt und tabuisiert
Viele städtische Gebiete Kenias kämpfen mit einer hohen HIV-Rate, so auch die Kleinstadt Emali. Die meisten der HIV-positiven Kinder leben als Halb- oder Vollwaisen bei Verwandten oder Nachbarn, welche jedoch wirtschaftlich nicht in der Lage sind, die Kinder ausreichend zu versorgen und zu betreuen. Zudem erleben die Mädchen und Buben soziale Ausgrenzung, Tabuisierung ihres HIV-Status und es fehlt ihnen an Wissen im Umgang mit HIV. Seit 2008 setzt sich der österreichische Verein Daraja - Die Brücke gemeinsam mit dem lokalen Projektpartner Mt. Zion für von HIV betroffene Menschen in Emali und Umgebung ein. Ziel aller Aktivitäten ist, den Erwachsenen und Kindern zu einem möglichst normalen Leben mit ihrem HIV-Status zu verhelfen und Neuinfektionen zu verhindern. Neben der Klinik, in der die Betroffenen kostenlos medizinisch versorgt werden, spielen die Bereiche Mikrokredite und Weiterbildung für die Erwachsenen sowie das Kinderprojekt „Watoto“ eine wichtige Rolle in ihrer Arbeit.

Das Kinderprojekt „Watoto“
30 Kinder im Alter von 3 bis 15 Jahren, die entweder selbst HIV-positiv sind oder ihre Eltern aufgrund von HIV/Aids verloren haben, werden seit 2014 kontinuierlich von Mt. Zion betreut. Dabei stehen zwei Aspekte im Vordergrund:
1) Zugang zu Schulbildung
Obwohl in Kenia der Besuch der Grundschule kostenlos ist, fallen Kosten für den Schulbesuch an: Kauf einer Schuluniform, Gebühren für Prüfungen und Ausstellung des Zeugnisses usw. Da sich die Familien diese Ausgaben nicht leisten können, werden sie von Mt. Zion übernommen. Der fortlaufende Schulbesuch der Mädchen und Buben wird somit gesichert.
2) Psychosoziale Unterstützung
Die Sozialarbeiterin besucht mindestens einmal pro Monat die Kinder zuhause und einmal pro Semester in der Schule, um sich über das Wohlbefinden des Kindes zu informieren und bei eventuellen Problemen als Vermittler zur Verfügung zu stehen. Zusätzlich wird einmal pro Monat ein rund dreistündiges Treffen für alle Kinder organisiert, bei dem sie ein offenes Ohr für ihre Sorgen finden, gemeinsam spielen und lachen können. Die Sozialarbeiterin bereitet für jedes Treffen ein Thema vor, wie z.B. Gesundheit oder gesunde Ernährung, das von den Kindern altersgerecht erarbeitet wird. Den Abschluss bildet eine gemeinsame, gesunde Mahlzeit.

Unser Beitrag
Der Entwicklungshilfeklub hat bereits im Jahr 2018 20 Kindern die Teilnahme an dem Kinderprojekt ermöglicht. Auch dieses Jahr wurden wir gebeten, 30 Kinder zu unterstützen. Mit 5.390,- Euro können die Ausgaben für die Schuluniformen und den Schulbesuch, Lebensmittel und Materialien sowie die anteiligen Gehaltskosten der Sozialarbeiterin und ihre Fahrtkosten gedeckt werden.

Partner:
Daraja - Die Brücke (Projektträger)
Mt. Zion (lokale Durchführung)
Christopher Tuitoek (Projektleiter)

Projekt 3192 - Beschreibung (pdf)

Projektspende
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Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet kann ... Schulkindern in Sierra Leone eine Solarlampe zur Verfügung gestellt werden. (Hier können Sie den Betrag frei wählen.)

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