Frauenrechte verteidigen

Ausbildung zu Rechtsberaterinnen

WO: Mexiko
WAS: Rechte 
Projekt: 3136

Nach wie vor sind Mädchen und Frauen in Mexiko schutzlos männlicher Gewalt und Brutalität ausgeliefert. Die Behörden ignorieren zumeist die Gewaltexzesse in der Familie oder am Arbeitsplatz. Immer mehr Frauen beginnen sich zu wehren, allerdings ist das ohne kompetente Unterstützung kaum möglich.
Unterstützung finden misshandelte Frauen bei der Selbsthilfegruppe der Defensoras: gut geschulten Rechtsberaterinnen aus der Bevölkerung. Sie setzen sich offiziell gegen die Gewalt an Frauen ein und klären sie über ihre Rechte und gesetzliche Schritte gegen ihre Peiniger auf. Ehemalige Gewaltopfer werden später oft selbst als Defensoras aktiv.
 

Wo
Mexiko | Mexico City
Wann
Projektstart: Juni 2018
Wieviel
Super-Mikro:  5055 Euro

für Schulungen, Lehrmaterialien, Vernetzungstreffen und Fahrkosten sowie die Begleitung von Frauen in Gewaltsituationen
 

Ein Leben in Angst und Gewalt
„Die traurige Wahrheit ist, dass jede vierte Mexikanerin von ihrem Mann misshandelt wird. Jährlich werden mehr als 7.000 Frauen von Männern so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus müssen. Die Behörden gewährleisten ihnen keinerlei Schutz. Ein sicheres Leben ist vor allem für Mädchen und Frauen aus den benachteiligten Bevölkerungsschichten selten möglich”, erklärt Margarita Garcia, Gründungsmitglied und Vorsitzende der Coordinadora Feminista de Defensoras, einer der wenigen Selbsthilfeorganisationen zur Verteidigung der Rechte der Frauen in Mexico City.

Gewalt ist keine Privatangelegenheit
Auch heute noch betrachtet fast die Hälfte aller mexikanischen Frauen häusliche Gewalt als Privatangelegenheit. Die staatlichen Behörden unterstützen diese Sichtweise und die Männer in ihrem Verhalten.
“Bei Anzeigen wird dem Opfer sofort unterstellt, es habe den Mann zur Gewalt provoziert oder verführt. Das Justizsystem geht Verbrechen gegen Frauen kaum nach und begünstigt so ein Klima der Straflosigkeit. Sogar der Mord an Frauen wird geringer bestraft als der Mord an Männern. Der Staat versagt seinen Bürgerinnen die Garantie für ein sicheres Leben sowie den Zugang zu Justiz und Bildung”, berichtet Margarita Garcia.

Verteidigerinnen der Schwachen und Misshandelten
Immer stärkerer und besser organisierter Widerstand kommt in den letzten Jahrzehnten von Frauenorganisationen. Sie errichten Beratungsstellen und betreuen Frauenhäuser. Unermüdlich sind sie in der Aufklärungsarbeit und Ausbildung tätig. Die Coordinadora Feminista de Defensoras ist seit 1990 in Mexico City trotz Anfeindungen, sehr erfolgreich tätig. Sie setzt sich für die Durchbringung der Rechte der Frauen ein, übernehmen juristische Vertretungen, verhandeln mit Ämtern, Behörden und Politikern und bilden immer mehr Frauen zu Rechtsberaterinnen aus.

Rechtsberaterinnen in Mexiko City
Sie heißen Defensoras, Verteidigerinnen, und sind als Laienjuristinnen im Dienste weiblicher Gewaltopfer tätig. Zwar haben sie keine formale Qualifikation, aber das nötige Fachwissen, um mittellose Frauen in Gewaltsituationen ehrenamtlich juristisch beraten zu können. Sie übernehmen sogar die Vertretung bei Prozessen in Fällen von häuslicher Gewalt, Scheidungen, Sorgerechtsfragen und ähnlichen Familienangelegenheiten. Die Ausbildung, die in einem zehnmonatigen Kurs erfolgt, beinhaltet auch eine psychologische Schulung, um die Opfer besser begleiten zu können. “Wir glauben an die Kraft der sozialen Bewegungen, denn nur dort können tief greifende gesellschaftliche Veränderungen entstehen. Trotz der enormen ökonomischen Schwierigkeiten und der Drohungen ist dort unser Platz”, ist Margarita Garcia überzeugt.

Unser Beitrag
Für die Ausbildung von 83 neuen Defensoras und die dazu notwendigen Materialien werden 5.055,- Euro benötigt. In einem zehnmonatigen Theorie- und Praxiskurs lernen die Frauen in Arbeitsgruppen einfache Gesetzestexte zu lesen, verstehen und vertreten. Dafür müssen das Gehalt der Ausbildnerin bezahlt, Gesetzesbücher kopiert und Fahrtkosten zu den Kursen aufgebracht werden.

Partner:
Coordinadora Feminista de Defensoras (Projektträger)
Margarita Garcia (Projektleiterin)

Projekt 3136 - Beschreibung (pdf)

Projektspende
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