Der Weg nach vorne

Grundschulbildung für Flüchtlingskinder

WO: Libanon
WAS: Bildung 
Projekt: 3027

Tausende syrische Familien fliehen jährlich aus ihrer Heimat und suchen Schutz im Nachbarland Libanon. Dort angekommen, leben sie unter schwierigen Bedingungen. Mehr als die Hälfte aller Flüchtlingskinder geht nicht zur Schule. Ohne Bildung haben sie jedoch kaum Chancen für die Zukunft.

Die von den schrecklichen Ereignissen gezeichneten Kinder sollen endlich Zugang zu Bildung erhalten. Gezielter Unterricht und spezielle Sprachkurse sollen den Kindern die Möglichkeit eröffnen Lesen und Schreiben zu lernen. Um die Traumata der Flucht verarbeiten zu können, werden sie auch umfassend psychosozial betreut.

Wo
Libanon | Beirut, Mt. Lebanon, Bekaa Ebene
Wann
Projektstart: Dezember 2016
Wieviel
Super-Mikro:  240 Euro

für die Grundschulbildung und Betreuung von einem Kind für ein Jahr

 

Auf der Flucht

Im Gegensatz zu Jordanien hat die libanesische Regierung keine Flüchtlingslager für SyrerInnen errichtet. Die meisten Flüchtlinge leben in städtischen Gebieten daher unter schlimmen Bedingungen: Sie suchen Schutz in Häuserruinen oder in überfüllten palästinensischen Flüchtlingslagern. Wer noch ein bisschen Geld übrig hat, lebt in Garagen, leeren Fabrikshallen oder Rohbauten und zahlt dort oft horrende Mieten. Die Kinder leiden am meisten. Ohne Bildung haben sie kaum Chancen diesem Teufelskreis je zu entfliehen“, berichtet der Projektleiter Michel Constantin.

Die Grenzen der Belastbarkeit

Aufgrund seiner geografischen Lage war der Libanon häufig von Konflikten im Mittleren Osten betroffen und blickt auf eine jahrzehntelange prekäre Flüchtlingssituation zurück. Seit Beginn des Syrienkriegs im Jahr 2011 steht der Libanon erneut vor immensen Herausforderungen. Kein Land hat in Relation zur eigenen Bevölkerung so viele syrische Flüchtlinge aufgenommen wie der Libanon. Etwa 1,3 Millionen SyrerInnen waren zu Beginn des Jahrs 2016 amtlich erfasst. Schätzungen zur Folge sind mindestens 500.000 Flüchtlinge nicht registriert. Die große Aufnahmebereitschaft, vor allem der zivilen Bevölkerung, stößt nach mehr als fünf Jahren an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Bildung als Wegbereiter

Für die Kinder der Flüchtlingsfamilien ist die Lage besonders schlimm. Viele müssen mithelfen, um das Überleben der Familie zu sichern. Sie arbeiten in Werkstätten, in kleinen Läden, als Hausangestellte oder sammeln Müll. Schätzungsweise geht mehr als die Hälfte der Kinder nicht zur Schule und hat seit Jahren kein Klassenzimmer mehr von innen gesehen. Das libanesische Schulsystem ist mit dem Zustrom an Flüchtlingskindern hoffnungslos überlastet.
Genau hier setzt unsere Partner-Organisation CNEWA (Catholic Near East Welfare Association) an. Damit geflohene Kinder nicht ihr Leben lang AnalphabetInnen bleiben müssen, ermöglicht CNEWA, gemeinsam mit fünf lokalen Initiativen, jährlich insgesamt über 1.650 syrischen Flüchtlingskindern den Zugang zu Bildung in Beirut, in Achkout (Mt. Lebanon) und in Deir el Ahmar (Bekaa Ebene). Syrische Flüchtlingskinder im Alter von vier bis 14 Jahren lernen Lesen, Schreiben und Rechnen und erhalten spezielle Sprachkurse in Englisch, Französisch oder der Amtssprache Arabisch. Der dreistündige Unterricht findet täglich entweder abends oder vormittags in diversen Sozialzentren statt, so haben die Kinder nach wie vor Zeit zum Familieneinkommen beizutragen. Um auch außerhalb der Unterrichtszeiten lernen zu können, werden die Kinder mit Schulbüchern ausgestattet.
Bildung ist der einzige Wegbereiter, um der Armutsspirale entkommen und einen Beruf mit Perspektiven erlernen zu können.
Um das Erlebte und die Traumata der Flucht verarbeiten zu können, bietet CNEWA den Kindern darüber hinaus psychosoziale Betreuung in den Sozialzentren an. Dies ist besonders wichtig, um die Ängste einer unsicheren Zukunft bewältigen zu können. Viele der MitarbeiterInnen sind selbst Flüchtlinge und finden daher einen guten Zugang zu den Kindern, welche schnell Vertrauen zu ihnen aufbauen.

Unser Beitrag

Damit ca. 900 syrische Kinder Lesen und Schreiben lernen können, benötigen sie unsere Unterstützung. Mit einem Betrag von 240,- Euro kann ein Flüchtlingskind ein Jahr lang unterrichtet und psychosozial betreut werden. Mit 20,- Euro ist die Betreuung für ein Kind für ein Monat gesichert.

Partner

Misereor (Partner-Organisation des Klubs)
CNEWA (Durchführung im Einsatzgebiet
Michel Constantin (Projektkoordinierung)

Projekt 3027 - Beschreibung (pdf)

Projektspende
Wo: - Was: - Projekt:

Förderbeitrag zur Unterstützung des Entwicklungshilfeklubs

Alle Projektspenden fließen zu 100% in die Projekte. Um dies tun zu können, bitten wir um Ihren Förderbeitrag, der die Existenz und Arbeit des Entwicklungshilfeklubs sichert. Die Höhe dieses Beitrags können Sie selbst bestimmen. Er ist steuerlich absetzbar.

Alternativ können Sie dieses Projekt auch mit unseren Weihnachtsbillets unterstützen.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 10,- Euro kann einer Familie in Äthiopien "Ein Päckchen Überleben" zur Verfügung gestellt werden.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 20,- Euro kann zwei Familien in Äthiopien "Ein Päckchen Überleben" zur Verfügung gestellt werden.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet um 30,- Euro kann drei Familien in Äthiopien "Ein Päckchen Überleben" zur Verfügung gestellt werden.

Weihnachtsbillet

Mit diesem Billet kann ... Familien in Äthiopien "Ein Päckchen Überleben" zur Verfügung gestellt werden.

Geschenkinfo

Sie erhalten in den nächsten Tagen eine E-Mail mit einer Geschenks-Urkunde als PDF-Datei.

Spendenabsetzbarkeit

Wenn Sie Ihre Spende von der Steuer absetzen möchten, geben Sie bitte Ihre Adresse an, damit wir Ihre Spende eindeutig zuordnen können.

Ab 2017 sind wir vom Gesetzgeber her verpflichtet, den Gesamtbetrag Ihrer Spenden, Ihren Vor- und Nachnamen sowie Ihr Geburtsdatum dem Finanzamt zu übermitteln. Bitte tragen Sie Ihre Daten in die entsprechenden Felder ein:

Mein Spendenkorb

Wenn Sie mehrere Projekte unterstützen möchten, können Sie diese hier sammeln.
Zur Projektsuche.